Erstsemester-Bits 2018

Ausgabe: 41

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Liebe*r Erstie!

Willkommen in der Fachschaft Informatik. Vor dir liegt die aktuelle Ausgabe der Erstsemester-Bits, ein Heftchen, das dir vor allem in den ersten Tagen deines Studiums wertvolle Hilfe beim Beantworten deiner Fragen leisten soll. Nicht zu verachten ist dabei auch noch der Unterhaltungswert.

Gleich zu Beginn findest du die wichtigsten Informationen über das Informatik-Studium im Bachelor- bzw. Master-System. In den folgenden Kapiteln gehen wir genauer auf die einzelnen Bachelor- und Masterstudiengänge ein. Weiter hinten befindet sich ein Kapitel mit sehr nützlichen Tipps zu Themen wie Lernen, BAföG und Arbeitsgemeinschaften. Ein weiteres Kapitel behandelt die Technik am Fachbereich Informatik. Es beschreibt welche Dienste der Fachbereich und die Fachschaft dir zur Verfügung stellen und wie du diese einrichten und benutzen kannst.

Falls du bei den vielen Abkürzungen an der Uni den Überblick verlierst, schau in Kapitel Abkürzungen vorbei. Auch das große, alphabetisch sortierte Stichwortverzeichnis im letzten Kapitel ist eine gute Stelle zum Nachschlagen bei Fragen. Dort findest du auch viele Verweise, die dich bestimmt zu weiterem Blättern motivieren.

Wenn du dieses Heft schon vor deiner Orientierungseinheit (OE) in den Händen hälst, sollte es dich nicht beunruhigen, wenn du beim Durchlesen nicht alles verstehst. Sollten Fragen offen bleiben, notiere sie dir am besten und bringe die Notizen mit zu deiner Orientierungseinheit.

So, aber nun entspann dich erst einmal beim Lesen der Erstsemester-Bits, damit dich der Studienstress nicht bereits zu beginn einholen kann.

Viel Spaß wünscht dir die OE-AG 2018:

Adrian, Anna, Ann-Katrin, August, Birgitta, Christian, Damian, Elisabeth, Fares, Frederico, Frederik, Harald, Hassan, Hauke Sc., Hauke St., Henrik, Hwei, Ilay, Inga, Jakob, Jasper Ge., Jasper Gü., Jennifer, Jessica, Jule, Julian D., Julian F., Juliane, Karim, Kim, Lars, Lena, Leonhard, Leonie, Lina, Lisa, Louis, Malte, Michael, Mohammad, Nele, Nikhil, Nikolai, Nora, Philip, Pia, Rasmus, Robert, Ruben, Sabrina, Sebastian, Sonja, Sven, Tanja, Tassilo, Theresa, Tim, Timon E., Timon S., Tim, Tronje, Valentin, Vincent, Walter


Disclaimer:

Wir haben uns bemüht, die Erstemester-Bits geschlechtsneutral zu verfassen. Sollten wir einige Formulierungen dabei übersehen haben, habt bitte Nachsicht. Natürlich wollen wir niemanden ausschließen und alle Menschen vollkommen geschlechtsunabhängig einbeziehen. Wenn dir weitere Fehler auffallen, bist du herzlich eingeladen uns diese mitzuteilen (siehe unten) oder nächstes Jahr selbst im Rahmen der OE-Arbeit mitzuwirken und die nächste Ausgabe vorzubereiten. Wir freuen uns auf dich!


Die OE Informatik wird unterstützt von:

Hamburger Informatik Technologie-Center e.V.

Kontakt:

oe-bits@informatik.uni-hamburg.de
https://gogs.mafiasi.de/OE-Bits/OE-Bits/issues



Dein Studium

Wie funktioniert Uni?

Am Fachbereich Informatik studieren

Die Universität Hamburg bietet fünf informatikbezogene Studiengänge mit dem Abschluss “Bachelor of Science” an. Darauf aufbauend gibt es seit dem Wintersemester 2007/2008 einen Master-Studiengang in Informatik und vier weitere informatikbezogene Master-Studiengänge. Aber was bedeutet das alles?

Der (nach Regelstudienzeit) 3-jährige Bachelor-Studiengang soll ein erster berufsqualifizierender Abschluss sein (wobei die Betonung eher auf “erster” als auf “Abschluss” liegen sollte). Für welchen Beruf er aber qualifizieren soll, kann man nicht genau sagen. Also spricht man lieber von berufsbefähigenden oder – noch besser – berufsfeldbefähigenden Abschlüssen. Welche Chancen du mit einem Bachelor-Abschluss im Berufsleben haben wirst, lässt sich nicht genau vorhersagen. Dies wird zum einen davon abhängen, welche Erfahrungen die Firmen mit Bachelor-Absolvent*innen haben. Zum anderen hängt es stark davon ab, wie du selbst dein Studium gestaltest. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass eine gute (Aus-)Bildung die Chancen auf eine spannende und auskömmliche Berufstätigkeit gerade in Zeiten der Globalisierung erhöht. Schon jetzt ist erkennbar, dass ein Abschluss nicht mehr die Garantie für einen Job bis zur Rente ist, sondern dass ein lebenslanges Lernen immer wichtiger wird. Insofern ist der Begriff “Abschluss” eigentlich ungünstig gewählt. Nicht umsonst spricht man im Englischen von “Commencement”, was so viel wie “Anfang” – mithin genau das Gegenteil – bedeutet. Das Beste, was man mit einem Bachelor-Abschluss machen kann, ist also auf jeden Fall ein aufbauendes (konsekutives) Master-Studium.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich mit einem Bachelor-Abschluss für ein Master-Studium zu bewerben. Du kannst dich praktisch an jeder Hochschule bewerben, hast aber keine Garantie, angenommen zu werden. Interessant dürfte für einige auch die Möglichkeit sein, seinen Bachelor mit einem verwandten Master (z.B. Bioinformatik) oder auch mit einem fachfremden Master (z.B. Management-orientiertes betriebliches Aufbaustudium) zu komplementieren (mögliche Probleme beim BAföG). Du kannst dein Informatikstudium sowohl an der Universität Hamburg als auch woanders fortsetzen, musst dich allerdings grundsätzlich neu bewerben (siehe Kapitel Bewerbung zum Master). Dies sollte eigentlich genug Motivation sein, sich bereits im Bachelorstudiengang anzustrengen. Ein Master-Abschluss entspricht in etwa dem früheren Diplom. Und wenn du nach einem erfolgreichen Master-Studium erst so richtig Spaß an der Wissenschaft gefunden hast, besteht die Möglichkeit, im Anschluss an das Studium zu promovieren.

Die Promotion ist eine wichtige Voraussetzung für eine wissenschaftliche Karriere (wenn du z.B. Professor*in oder Leiter*in einer Forschungsabteilung in der Industrie werden willst). Aber auch in Führungspositionen und bei Firmengründer*innen ist der Anteil von Promovierten hoch. Wenn du Spaß daran hast, dich mit einem Thema intensiv wissenschaftlich auseinanderzusetzen, bietet sich eine Promotion an. Wer aber nur um einen Doktortitel zu bekommen promovieren will, sollte es lieber lassen, da die Erfolgsaussichten in diesem Fall recht gering sein dürften. Zur Promotion werden in der Regel nur die besten Absolvent*innen zugelassen. Bisher ist es üblich, im Rahmen einer Tätigkeit als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in zu promovieren. Dies dauert in der Regel ca. 5 Jahre, da man neben der Promotion auch “wissenschaftliche Dienstleistungen” zu erbringen hat.

Voraussetzungen

Gerade bei Informatik-bezogenen Studiengängen wird die Frage nach den Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, häufig gestellt. Wahrscheinlich werden die wenigsten Informatik, wie sie an Hochschulen gelehrt wird, in der Schule ansatzweise erfahren haben. Daraus könnte leicht der Eindruck entstehen, dass man aus einem guten Informatikkurs an der Schule oder durch selbst erlerntes Programmieren in der Freizeit Fachwissen erlangt haben muss, bevor man in ein Informatikstudium einsteigen kann.

Generell kann man sagen, dass nicht so sehr konkretes Wissen, sondern eher die Fähigkeit zum analytischen Denken und Interesse am Fach mit all seinen Bereichen vorausgesetzt wird.

Ein (sehr beliebtes) Beispiel: Solltest du keinen Mathematik-Leistungskurs oder Naturwissenschaftliches Profil gehabt haben, so sollte dich dies nicht vom Informatikstudium abhalten. Das meiste, was ein*e Informatiker*in in der Mathematik beherrschen sollte, wird in den Vorlesungen und Übungen behandelt, allerdings sehr viel schneller als in der Schule. Ist Mathematik allerdings ein Fach, das du nie ausstehen konntest, so ist dies viel eher ein Grund, darüber nachzudenken, ob Informatik an der Universität wirklich das richtige Studienfach für dich ist.

Dies gilt auch für den Umgang mit dem Computer. Es wird nicht vorausgesetzt, dass du schon mit Computern umgehen kannst, es wird lediglich die Bereitschaft zum Arbeiten mit dem Computer vorausgesetzt (vor allem wird auch nicht vorausgesetzt, dass du einen Computer besitzt oder dir einen anschaffst - dafür gibt es Arbeitsräume mit Computern am Fachbereich und ausleihbare Laptops).

Studienplan

Dieser Abschnitt behandelt die Struktur, den Ablauf und die Formalitäten deines Studiums. Wie du dir sicher vorstellen kannst, besteht dein Studium aus verschiedenen vorgeschriebenen und flexiblen Teilen, welche eine bestimmte Dauer haben, z.T. aufeinander aufbauen und gewisse Leistungen erfordern. Auch fragst du dich bestimmt, nach welchen Regeln und Vorschriften dein Studium abzulaufen hat und wo du dich über diese unterrichten kannst. Das Wichtigste dazu folgt auf den nächsten Seiten.

Modulplan

Eine grafische Übersicht über die Module und deren Verteilung auf die einzelnen Semester findest du im Modulplan deines Studiengangs. Aufgrund seines Aussehens aus bunten Blöcken wird der Modulplan auch Tetris genannt.

Im Übrigen ist der Modulplan nur eine Empfehlung, in welcher Reihenfolge die Module zu belegen sind. Solange alle Modulvoraussetzungen erfüllt sind, darfst du sie in beliebiger Reihenfolge studieren. Wenn du von dem Plan abweichst, solltest du dir auf jeden Fall über die Gründe dafür bewusst sein, da bei zu starker Überschreitung der Regelstudienzeit die Zwangsexmatrikulation droht. Wenn du definitiv Teilzeit studieren willst, solltest du deswegen versuchen, bei der Universität offiziell den Status eines Teilzeit-Studierenden zu erhalten. Siehe dazu Teilzeitstudium.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit für einen Bachelorstudiengang beträgt sechs Semester (drei Jahre) und für den Masterstudiengang vier Semester (zwei Jahre). Ein Semester ist ein Studienhalbjahr an deutschen Hochschulen, in dem eine halbjährlich oder jährlich wiederkommende “Runde” von angebotenen Veranstaltungen durchlaufen wird, die du besuchen musst, willst oder kannst. Um dieses Ziel zu erreichen müssen im Durchschnitt 30 Leistungspunkte im Semester erreicht werden. Dies ist aber nicht verpflichtend, denn es kann durchaus länger (oder gegebenenfalls kürzer) studiert werden. Jedoch ist im Bachelor spätestens im 8. Semester, im Master im 6. Semester, eine Studienfachberatung verpflichtend, in der du ein Beratungsgespräch mit dem*der Studienfachberater*in führen musst und ein Plan bis zum Abschluss des Studiums erstellt wird, welcher eingehalten werden sollte, aber nicht muss. Nimmt man nicht an der Studienfachberatung teil, so folgt die Exmatrikulation. Nach dem 8. Semester endet außerdem im Normalfall der Anspruch auf BAföG. Als Teil einer freiwilligen Beratung können natürlich auch vorher schon zusammen mit dem*der Studienfachberater*in Studienpläne erstellt werden.

Mutterschutz und Elternzeit

Seit dem 1. Januar 2018 sind auch Studentinnen in das Mutterschutzgesetz einbezogen. Das bedeutet, dass nun Studentinnen als werdene Mutter während und nach der Geburt einen besonderen Schutz genießen.

Die Mutterschutzfrist beginnt im Normalfall sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. Während der Schutzfrist gilt insbesondere:

Damit Studentinnen die Schutzrechte nach dem Mutterschutzgesetz in Anspruch nehmen können und die Universität entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen kann, wird empfohlen, dass Studentinnen eine Schwangerschaft so früh wie möglich gegenüber der Universität anzeigen. Eine Verpflichtung oder bestimmte Frist gibt es dafür aber nicht. Für die Anzeige einer Schwangerschaft sowie weitere Fragen und Informationen ist das Studienbüro die erste Anlaufstelle.

Alle Eltern, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, können Elternzeit nehmen, auch wenn es sich um eine geringfügige Beschäftigung, wie beispielsweise als studentische Hilfskraft an der Universität oder bei einem anderen Arbeitgeber handelt. Während der Elternzeit ist es möglich weiter zu studieren. Keinen Anspruch auf Elternzeit haben Studierende, die neben ihrem Studium keiner Beschäftigung nachgehen. Generell können allerdings Studierende mit Kindern bis zu sechs Urlaubssemester zu nehmen.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Familienbüros.

Anerkennung von Leistungen

Leistungen, die du in einem anderen Studium oder auf anderen Wegen erworben hast, kannst du dir auf Antrag anerkennen lassen, sofern es in deinem Modulplan einen passenden Bereich dafür gibt (z.B. freier Wahlbereich). Dazu musst du ein Antragsformular ausfüllen und mit Leistungsnachweis in einer Studienfachberatung vorlegen. Über den Antrag entscheidet dann der Prüfungsausschuss-Vorsitzende.

Die Studienfachberatung berät dich in allen Fragen rund um das Thema Anerkennung von Leistungen.

Module und Veranstaltungen

Bachelor- und Masterstudiengänge setzen sich aus Modulen zusammen. Module sind abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten und bestehen aus einer oder mehreren inhaltlich zusammenhängenden Lehrveranstaltungen. Die Inhalte der Module decken jeweils Teilthemen des jeweiligen Studiengangs ab. Es ist sinnvoll, sich mit anderen Studierenden über Module auszutauschen, um z.B. gute Empfehlungen für Wahlmodule oder Seminare zu bekommen.

Leistungspunkte / SWS

Der Umfang eines Moduls wird sowohl in Semesterwochenstunden (SWS) als auch in Leistungspunkten (LP) angegeben. 4 SWS bedeutet, dass ein Semester lang (ca. 14 Wochen Vorlesungszeit) im Schnitt jede Woche vier akademische Stunden (eine akademische Stunde hat 45 Minuten) durchgeführt werden. Während SWS nur die Präsenzzeit darstellen, sollen Leistungspunkte den gesamten Arbeitsaufwand der Studierenden darstellen. Ein Leistungspunkt entspricht dabei in etwa einem Arbeitsaufwand von 30 (echten) Stunden. Der tatsächliche individuelle Aufwand kann natürlich erheblich davon abweichen. Pro Studienjahr ist ein Aufwand von 60 Leistungspunkten vorgesehen, also ein Arbeitsaufwand von insgesamt 1800 Stunden, was in etwa einer 40-Stunden-Woche entspricht. ACHTUNG, dies ist tatsächlich verdammt viel Arbeit, zumal sich die Arbeit ungleich verteilt und zu bestimmten Zeiten auch mal deutlich mehr gemacht werden muss. Dabei haben die wenigsten die Möglichkeit, sich nur mit dem Studium zu beschäftigen.

Pflicht und Wahl-(pflicht)-Module

Es gibt Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodule. Die Pflichtmodule eines Studiengangs müssen von allen Studierenden belegt und abgeschlossen werden. Bei Wahlpflichtmodulen kannst du aus einer Liste von vorgegebenen Modulen auswählen und musst auf die für deinen Studiengang geforderte Anzahl von Leistungspunkten kommen. Wahlpflichtmodule des Masters können auch im Bachelor belegt werden. Jedoch können diese dann im Master nicht mehr gewählt oder angerechnet werden. Wichtig: Im Master musst du auch eine Anzahl an Wahlpflicht-Leistungspunkten erbringen. Bereits im Bachelor belegte Master-Wahlpflichtmodule stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Bei Wahlmodulen besteht eine relativ große Wahlfreiheit, da diese auch aus anderen Fächern gewählt werden können. Auch hier musst du die geforderten Leistungspunkte erwerben. Bei erfolgreichem Abschluss eines Moduls werden dessen Leistungspunkte “erworben” und deinem Leistungskonto gutgeschrieben.

Ein Modul wird durch eine Prüfung abgeschlossen, die sich auch aus mehreren Teilprüfungen zusammensetzen kann. Für den Modulabschluss sind in der Regel weitere Studienleistungen zu erbringen, die zu Beginn des Modules geklärt werden müssen. Normalerweise geschieht dieses in der ersten Veranstaltung (wenn das Modul eine Vorlesung beinhaltet, meist in der ersten Vorlesung). Wenn der Veranstaltende dieses vergessen sollte, fragt nach! Studienleistungen können beispielsweise das erfolgreiche Bearbeiten von Übungsaufgaben oder die aktive Mitarbeit sein. Eine weitere Studienleistung kann die regelmäßige Anwesenheit sein, die teilweise überprüft wird! Für ein gutes Bestehen eines Moduls ist Anwesenheit natürlich sowieso zu empfehlen.

Voraussetzungen

Ein Modul kann verbindliche Zulassungsvoraussetzungen haben. Für einige Module musst du bereits eine bestimmte Anzahl Leistungspunkte erreicht oder bestimmte andere Module (auf denen inhaltlich aufgebaut wird) abgeschlossen haben. Die Voraussetzungen sind in der Anlage A der Fachspezifischen Bestimmungen (FSB) und indirekt bei STiNE zu finden. Es ist wichtig, sich über diese vor der Anmeldung zu informieren (normalerweise lässt STiNE eine Anmeldung bei nicht erfüllten Voraussetzungen nicht zu). Weiterhin haben die meisten Veranstaltungen empfohlene Voraussetzungen, die angeben, welche Themen im Modul hilfreich sind. Es ist empfehlenswert, diese bei seiner Modulwahl ebenfalls zu berücksichtigen. Die Zulassungsvoraussetzungen können von deinem Studiengang abhängen.

Englischsprachige Module

Die allermeisten Module im Bachelor werden auf Deutsch angeboten. Da aber die Universität und gerade die Informatik immer internationaler werden, kann es vorkommen, dass Module im Wahlpflicht- oder Wahlbereich auf Englisch angeboten werden. Im Master Informatik werden mehr Module auf Englisch angeboten, da sie auch im internationalem Master IAS angeboten werden. Daher musst du bei der Bewerbung zum Master erklären, dass du über ausreichende Englischkenntnisse verfügst, um an englischsprachigen Veranstaltungen und Prüfungen teilnehmen zu können. Daher solltest du schon im Bachelorstudium dich darum bemühen, ausreichende Sprachkenntnisse zu erlangen.

Veranstaltungsarten

Module setzen sich in der Regel aus verschiedenen Veranstaltungen zusammen, z.B. aus einer Vorlesung mit begleitenden Übungsgruppen. Insgesamt gibt es folgende Arten von Veranstaltungen:

Vorlesung

Unter dem Begriff Vorlesung kann sich vermutlich jeder etwas vorstellen. Viele Studierende machen es sich in einem riesigen Hörsaal auf Klappsitzen so bequem, wie es irgend geht, während von einem Lehrenden zu einem Thema vorgetragen wird.

Vorlesungen bieten eine ausführliche Darstellung des Stoffgebiets (meist) durch den*die Modulverantwortliche*n selbst. Hierbei handelt es sich um periodische (meist wöchentliche) mehr oder weniger interaktive Vorträge über den Stoff. Zum Verständnis einer Vorlesung ist in der Regel eine gewisse Vor- und Nachbereitungszeit mit entsprechendem Begleitmaterial (Folien, Skript, zugehöriges Lehrbuch) notwendig.

Übung

Zu vielen Vorlesungen werden Übungen angeboten. Dies ist ein Tribut daran, dass man Wissen leider nicht einfach nur durch reines Zuhören übernehmen kann. Übungen dienen zur Vertiefung, Erweiterung und Anwendung des Vorlesungstoffes.

In Übungen sitzt du mit einer Gruppe von ca. 15-20 Studierenden zusammen. Geleitet werden Übungsgruppen im Allgemeinen von wissenschaftlichem Personal und Studierenden aus höheren Semestern oder manchmal auch von den Profs selbst. In Übungen werden Übungsaufgaben bearbeitet, die den in der Vorlesung bereits behandelten Stoff vertiefen sollen. Es gibt sowohl Aufgaben, die du außerhalb der Übung lösen sollst und die dann in der Gruppe besprochen werden, als auch sogenannte Präsenzaufgaben, die während der Übung gelöst werden. Der Anteil der Präsenzaufgaben geht von 0% (z.B. Rechnerstrukturen) bis 100% (z.B. Softwareentwicklung I).

In Übungen besteht in der Regel Anwesenheitspflicht und sie erfordern oft einen Prozentsatz an korrekt bearbeiteten Übungsaufgaben zusätzlich zur Prüfung, um einen Leistungsnachweis zu erbringen (umgangssprachlich: einen Schein machen). Nach welchen Kriterien diese Leistungsnachweise vergeben werden, steht im Modulhandbuch und wird in der ersten Vorlesung zu der entsprechenden Übung oder in der ersten Übungsstunde bekanntgegeben. Bei Modulen, die nicht vom Fachbereich Informatik angeboten werden (z.B. Mathe), ist der Leistungsnachweis u.U. notwendig, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Für die Module des Fachbereichs Informatik ist diese Regelung allerdings komplett abgeschafft, d.h. dass du auch zur Prüfung gehen kannst, wenn du in der Übung keinen Schein bekommen hast; allerdings musst du dann den Übungsschein später noch nachholen.

Wenn du den Stoff einer Veranstaltung halbwegs beherrschst, kannst du selbst Übungsgruppen oder Tutorien leiten. Trotz des erhöhten Zeitaufwandes und der für Informatiker*innen eher geringen Bezahlung lohnt sich diese Arbeit durchaus, da du dabei nicht nur deinen Vortragsstil verbesserst, sondern auch die Arbeitsbereiche kennenlernst und die bereits gelernten Inhalte für dich selbst wiederholst. Es gibt seit der Einführung des Bachelor-Studiengangs einen hohen Bedarf an studentischen Tutor*innen, sodass du keine Probleme haben solltest dort bei Interesse unterzukommen. Wenn du ein Modul erfolgreich absolviert hast, lohnt es sich, einfach mal den/die Veranstalter*in zu fragen, ob du nicht im nächsten Durchgang eine Übungsgruppe leiten kannst. Das macht auch in einem Lebenslauf einen guten Eindruck. Manchmal kommen die Veranstalter*innen auch auf dich zu, wenn du bspw. besonders gut abgeschnitten hast.

Proseminar & Seminar

Seminare und Proseminare sind eine gute Gelegenheit, dem Vorlesungseintopf des Studiums für kurze Zeit zu entkommen. Proseminare werden von Lehrenden abgehalten. Auch hier wählt man jeweils eine Veranstaltung aus einem angebotenen Katalog verschiedener Themenbereiche. Die Gruppengröße beträgt ungefähr 20 Studierende.

In Proseminaren bekommst du, meist zusammen mit ein bis zwei anderen Personen, ein Thema gestellt und meistens auch einige Hinweise auf mögliche Literatur zu diesem Thema. Mit dem Lehrenden sprichst du Vortrags- und Abgabetermine ab und hörst bis zu diesen die Vorträge der Mitstudierenden. Du arbeitest anhand der Literatur zu Hause einen Vortrag aus, den du dann vor der Gruppe hältst. Zusätzlich musst du meistens eine schriftliche Ausarbeitung deines Vortrags abgeben. Im Proseminar kommt es vor allem darauf an, das Recherchieren, Strukturieren und Präsentieren (Stil, Darstellung, Zitieren) wissenschaftlicher Inhalte zu üben.

In Seminaren haben die Studierenden die Gelegenheit, einen wissenschaftlichen Vortrag auszuarbeiten. Neben der Literaturrecherche und dem tatsächlichen Inhalt wissenschaftlicher Arbeit liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation und Diskussion der Vorträge. Zum erfolgreichen Bestehen des Seminars ist auch eine schriftliche Ausarbeitung des Referats erforderlich.

Praktikum & Projekt

Praktika und Projekte vertiefen gelernten Stoff durch Praxisarbeit.

Bei den Praktika handelt es sich meist nicht um Betriebspraktika in der Wirtschaft oder Industrie, sondern um “interne” Praktika, die von Fachbereichen der Universität veranstaltet und betreut werden. Im Bachelorstudiengang Informatik gibt es das Modul “Praktikum”, innerhalb dessen eine umfangreichere Aufgabe im Team gelöst und dokumentiert werden soll. Den Veranstaltenden und Kommiliton*innen präsentiert man die Ergebnisse in Vorträgen und durch eine schriftliche Arbeit (erweiterte Dokumentation). Veranstaltungen dieses Moduls sind z.B. das Datenbanken-Praktikum oder das Softwareentwicklungspraktikum. Letzteres findet in der vorlesungsfreien Zeit statt. Praktika werden meist in Kleingruppen von zwei oder drei Studierenden bei einer Gruppengröße von ca. 20 Studierenden abgehalten.

Projekte haben (auch entsprechend den Leistungspunkten) einen größeren Umfang als Praktika und behandeln i.d.R. ein Thema tiefgründiger. In Projekten bearbeiten kleine Gruppen gemeinsam eine Aufgabe über einen längeren Zeitraum. Dabei soll oft ein komplettes System realisiert werden. Führt man das Thema weiter, kann sich daraus eventuell eine Bachelor- oder Master-Arbeit ergeben.

Im Modul “Rechnerstrukturen” ist ein technisches Praktikum integriert, welches zum Verständnis der Vorlesungsinhalte beiträgt und zum Abschluss des Modules bestanden werden muss. Studierende im Studiengangs Software-System-Entwicklung haben zusätzlich ein umfangreiches Industriepraktikum (18 LP).

Methodenkompetenz (MK)

Methodenkompetenzmodule werden wie Proseminare meistens von Lehrenden abgehalten. Auch hier beträgt die Gruppengröße ungefähr 20 Studierende.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt allerdings deutlich stärker auf dem Erwerb von sogenannten Schlüsselqualifikationen. Dies sind unter anderem Lern- und Arbeitsmethoden sowie Präsentieren, Moderieren, Organisieren, Diskussions- und Kritikfähigkeit, Berufsorientierung, Fremdsprachen und Grundwissen in anderen Bereichen (z.B. Ökonomie, Jura).

Das Methodenkompetenz-Modul bietet eine große Auswahl von Veranstaltungen. In den vergangenen Semestern gab es z.B. folgende Veranstaltungen: - Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten - Organisationsmethoden - Präsentation, Moderation und Team als Lernfelder - Softskills für den Studien-Start: Zeit- und Selbstmanagement, Teamwork, Networking, Präsentation - English for Information Science Students - Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten mit LaTeX.

Wie du siehst, sind die Inhalte sehr breit gefächert. Solltest du außerhalb der Informatik ein Methodenkompetenzmodul finden, sollte es theoretisch möglich sein, dass du dieses belegst. Bisher gibt es dazu keine Erfahrungen, so dass du dich am besten bei unserer Studienfachberatung oder beim FSR erkundigst.

Das MK-Modul wird meist benotet, geht aber nicht in die Endnote ein.

Bachelor-Arbeit

Am Ende des Bachelor-Studiums steht die Bachelor-Arbeit. Die Bachelor-Arbeit ist keine “Anwesenheits”-Veranstaltung im klassischen Sinne, da man nichts “besucht”. Es handelt sich dabei um eine wissenschaftliche Arbeit, die du in der Regel alleine anfertigen musst. Hierbei wird ähnlich wie beim Projekt und Seminar eine mit einem Betreuenden abgesprochene Aufgabenstellung bearbeitet, mit einer schriftlichen Arbeit dokumentiert und mit einem Kolloquium präsentiert.

Der Arbeitsaufwand für die Bachelorarbeit soll etwa 360 Stunden betragen. Die Bearbeitungszeit ist grundsätzlich auf fünf Monate beschränkt, kann aber in begründeten, nicht vom Studierenden zu verantwortenden Ausnahmefällen verlängert werden. Da die Bachelorarbeit quasi der Höhepunkt des Bachelorstudiums sein soll (und die Note vierfach gewichtet wird!), solltest du dich erst dazu anmelden, wenn du ansonsten keine oder fast keine Prüfungsleistungen mehr erbringen musst.

Tutorium

Tutorien sind oft keine “offiziellen” Veranstaltungen und werden nicht bei jedem Modul angeboten. Ihr Besuch ist optional. Tutorien werden sowohl von Studierenden, meist aus einem höheren Semester, als auch von Lehrenden angeboten. Studierende, die ein Thema noch nicht so gut beherrschen, können dieses Angebot nutzen, um vom Wissen anderer, die sich besser auskennen, zu profitieren.

Es gibt Tutorien für die verschiedensten Bereiche:

Wahl- und Wahlpflicht

Wie schon zu Beginn zu lesen war, besteht das informatikbezogene Studium an der Uni Hamburg aus einem Pflicht-, einem Wahlpflicht- und einem Wahlbereich. Letzterer umfasst abhängig von dem konkreten Studiengang verschieden viele Leistungspunkte.

Informatik ist (meist) kein Selbstzweck, sondern findet immer im Kontext mit anderen Fächern und Forschungsrichtungen statt. Der Wahlbereich soll dir ermöglichen, dein informatisches Wissen in den entsprechenden Fächern anzuwenden und/oder andere Blickwinkel kennenzulernen. Für einige Fächer wurde ein Bezug zur Informatik explizit vom Fachbereich vorbereitet. Hierbei handelt es sich um integrierte Anwendungsfächer. Diese sind jedoch nur ein Angebot. Es ist wirklich absolut dir überlassen, wie du deinen Wahlbereich gestaltest.

Wahlpflichtbereich

Die meisten Studiengänge verfügen über einen Wahlpflichtbereich, bei dem Module so aus einem vorgegebenen Katalog zu wählen (belegen und abschließen) sind, dass die vom Studiengang vorgegebene Anzahl an Leistungspunkten (Größe des Wahlpflichtbereiches) erreicht wird. Einige Studiengänge (z.B. B.Sc. Informatik) haben einen besonders großen Wahlpflichtbereich, so dass den Studierenden eine große Anteilnahme und Verantwortung für die Gestaltung ihres Studiums überlassen wird. Allerdings besitzen einige Module Abhängigkeiten. Das bedeutet, du musst gewisse Module vorher belegt und/oder eine bestimmte Anzahl an Leistungspunkten erworben haben. Solltest du Fragen haben, kannst du gerne deine*n OE-Tutor*in fragen oder dich an die Mitarbeiter*innen des Studienbüros wenden. Wahlpflichtmodule werden 1-fach gewertet.

Freier Wahlbereich

Viele Studiengänge verfügen über einen freien Wahlbereich. In diesem können fachfremde oder informatik-spezifische Module (jedoch nicht “eigene” Pflichtmodule) studiert werden. Du kannst “jedes an einer wissenschaftlichen Hochschule in Hamburg vertretene Studienfach” wählen. Mit anderen Worten kannst du mit ein oder zwei Ausnahmen alles wählen, was an der Universität (auch an der TU in Harburg oder der HAW) als Fach vorkommt, das sind so um die 180 Möglichkeiten. Dazu kommen noch Architektur von der Kunsthochschule und Musikwissenschaft von der Musikhochschule. Zum Vergleich: An den allermeisten Informatik-Fachbereichen in Deutschland darf nur eine Handvoll technischer Nebenfächer gewählt werden, etwa Mathematik, Physik, Chemie, Elektrotechnik und dergleichen.

Die Module müssen inhaltlich nicht zusammenhängen, beispielsweise kann Modul A aus der Physik und Modul B aus den Geisteswissenschaften gewählt werden.

Wichtig ist, sich rechtzeitig um den Wahlbereich zu kümmern und zu prüfen, wann die Module, die man belegen will, überhaupt angeboten werden.

Es gibt Standardkombinationen, die in STiNE gewählt werden können. Alles andere muss über das Studienbüro Informatik in Absprache mit den Modulveranstalter*innen und ggf. Studienbüros der anderen Fachbereiche angemeldet werden. Es ist unbedingt notwendig, dass die Module angemeldet werden, um eine Prüfungsleistung ablegen zu können und die Leistungspunkte zu erhalten. Es kann sinnvoll sein, sich bei der Ausgestaltung des Wahlbereichs auch daran zu orientieren, was man in der Bachelor-Arbeit und ggf. später als Vertiefung im Master machen möchte.

Warum ist es nun bei uns möglich, Module aus anderen Fächern zu wählen? Einer der Gründe ist, dass die meisten Informatiker*innen später Tätigkeiten nachgehen, in denen sie nicht nur Kenntnisse über die Informatik brauchen, sondern auch über andere Dinge. Wer also nicht gerade ein Betriebssystem programmiert, sondern Programme für bestimmte Anwendungen schreibt, der sollte wissen, was sein*e spezielle*r Anwender*in benötigt. Man bezeichnet die Informatik deshalb auch als “Meta”-Wissenschaft, d.h. Informatik ist eine Wissenschaft, die nur zusammen mit einem Anwendungsbereich sinnvoll ist; Informatik “an sich” ist nicht produktiv und kann daher kein Selbstzweck sein. (Dies ist durchaus debattierbar, jedoch im Orientierungskontext zutreffend.)

Auf der anderen Seite dringen Informatikmethoden und Computereinsatz immer tiefer in die Arbeitswelt ein, und es gibt keinen Grund, die Informatik nur den technischen Disziplinen zu eröffnen. In Hamburg wird der Weg beschritten, die Informatik in all ihren Ausprägungen auch den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zugänglich zu machen. Der Sinn fachfremder Module ist es außerdem, dass wir einen “breiten Horizont” erhalten und nicht zu Fachidiot*innen werden. Die Informatiker*innen sollen die Fähigkeit zeigen, sich in andere Probleme als die ihres eigenen Fachgebietes einzuarbeiten.

Der freie Wahlbereich geht nicht in die Endnote ein. Wahlpflicht- und Wahlmodule können gewechselt werden.

Integrierte Anwendungsfächer

Weiterhin gibt es integrierte Anwendungsfächer (IAF). Bei diesen handelt es sich um eine Kombination aus Informatikmodulen und einem abgestimmten fachfremden Modul.

Entscheidungshilfen

Wie sollst du dir nun die Module des Wahlbereichs aussuchen, da es so eine Fülle von Möglichkeiten gibt? – Die beste Entscheidung ist es, sich von den eigenen Neigungen leiten zu lassen. Du hast die Möglichkeit, dich mit einem Fach zu beschäftigen, das dich vielleicht schon immer interessiert hat. Außerdem lernt es sich wesentlich leichter, und es macht auch viel mehr Spaß, wenn man an dem Fach Interesse hat. Die Wahl deines Wahlbereichs ist keine Festlegung für den späteren Beruf; du solltest also nicht z.B. BWL wählen, wenn es dich nicht interessiert, nur weil du denkst, es wäre für später wichtig.

Wenn du dich noch nicht entscheiden kannst, was dich interessiert, hast du verschiedene Möglichkeiten, dich zu informieren. Zum Beispiel gibt es auf der Homepage unseres Fachbereiches eine Auflistung bereits gewählter Module.

Die alternative Quelle sind natürlich auch Vorlesungen, bei denen du einfach mal reinschnupperst. Je nach Zeit und Lust kannst du so schon mal einen Einblick in das Fach, aber auch in die Umsetzung des Fachs an der Uni Hamburg bekommen. Allerdings solltest du pro “zu testendem Studiengang” mehr als nur eine Vorlesung besuchen, da Lehrende auch eine Tagesform u.Ä. haben.

Eine andere wichtige Quelle für Informationen bietet die OE. Hier lernst du einige Tutor*innen kennen, die dir aus eigener Erfahrung von einigen Fächern erzählen können.

Wenn du dich einmal mit Hauptfachstudierenden eines fachfremden Moduls unterhalten willst, kannst du auch einfach mal in den entsprechenden Fachbereich gehen und dich mit den Leuten im FSR oder mit anderen Studierenden unterhalten. Die meisten erzählen bestimmt gerne was, und du bekommst einen Eindruck aus erster Hand.

(Leistungen und) Prüfungen

Jedes Modul muss mit einer Prüfungs- oder Studienleistung abgeschlossen werden, damit die Leistungspunkte angerechnet werden können, unabhängig davon, ob es benotet wird oder nicht. In der Regel werden Prüfungen benotet (1.0, 1.3, 1.7, bis 5.0) und die Prüfung gilt bei 4.0 noch als bestanden. Abschließende Prüfungsleistungen können auch aus mehreren Teil-Prüfungsleistungen zusammengesetzt sein. Für die Gesamtnote werden die einzelnen Prüfungsnoten gemäß ihres Leistungspunktanteils und ihrer Gewichtung gemittelt. Um einen Bachelor zu bekommen, musst du verschiedene Module erfolgreich absolviert haben. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten der Module, die mittels der Leistungspunkte gewichtet werden. Dabei werden Pflicht- und Wahlpflichtmodule einfach gewertet, und die Bachelorarbeit vierfach. Die Module “Methodenkompetenz” und “Proseminar” und der freie Wahlbereich gehen gar nicht in die Endnote ein.

Zu jeder Prüfung solltest du auf jeden Fall deinen Studierendenausweis und deinen Personalausweis mitnehmen (Ausländer*innen sollten einen äquivalenten Lichtbildausweis mitnehmen), da überprüft wird, ob du es auch wirklich selbst bist.

Prüfungsarten
Klausuren

Pflichtmodule (die keine Seminar-/Projektform haben) und einige Wahl- und Wahlpflichtmodule haben in der Regel die Klausur als Prüfungsform. Wird davon abgewichen, muss dies vorher bekannt gegeben werden. Klausuren finden (hoffentlich) in der vorlesungsfreien Zeit (“Semesterferien”) nach den dazugehörigen Veranstaltungen statt. Die SE1-Klausur findet also immer nach der SE1-Vorlesung im Wintersemester statt, die FGI1-Klausur findet immer am Ende des Sommersemesters statt, nachdem FGI1 im Sommersemester gehalten wurde. Dabei gibt es nach der Veranstaltung jeweils zwei Termine, normalerweise einen zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit und einen gegen Ende der vorlesungsfreien Zeit. Klausuren dauern bei uns in der Regel 120 Minuten und bestehen aus einer Reihe von schriftlichen Aufgaben (manchmal multiple choice), die es zu lösen gilt. Um an Klausuren teilnehmen zu können, musst du dich vorher anmelden. Details im Abschnitt “Anmeldungen zu Prüfungen” später in diesem Kapitel.

Mündliche Prüfungen

Wahlpflichtmodule werden i.d.R. mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen (wird davon abgewichen, so wird das bekanntgegeben). Wahlmodule können auch mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um ein Gespräch mit dem Lehrenden und einem Prüfungsbeisitz (meist einem*einer wissenschaftlichen Mitarbeiter*in) oder mit zwei Lehrenden, die sich das Thema teilen, über die Inhalte des Moduls, wobei teilweise vom Prüfling erwartet wird, das Gespräch zu führen und die Inhalte ohne Eingreifen des Profs strukturiert wiederzugeben. Auch hier wird die Identität mit Studierendenausweis und Personalausweis festgestellt.

Du kannst dich, je nach Veranstalter*in, entweder alleine oder in einer Gruppe von bis zu drei Personen prüfen lassen. Einzelprüfungen dauern etwa zwanzig Minuten, bei Gruppenprüfungen kommen für jede weitere Person zehn Minuten dazu. Bei Gruppenprüfungen wird keine Gruppennote vergeben, sondern jeder wird einzeln bewertet.

Auch zu mündlichen Prüfungen musst du dich vorher anmelden. Tipps zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen findest du im Abschnitt “Vorbereitung auf mündliche Prüfungen”.

Proseminar / Seminar

Beim Proseminar / Seminar besteht die Prüfungsleistung in der Regel aus einem Vortrag und einer schriftlichen Ausarbeitung. Dauer und Umfang werden dabei von dem*der Veranstalter*in festgelegt und dir mitgeteilt. Vortrags- und Abgabetermin werden dabei zu Beginn des Semesters mit dem*der Veranstalter*in festgelegt.

Praktikum / Projekt

Bei einem Praktikum / Projekt besteht die Prüfungsleistung hauptsächlich aus einer Projektarbeit (z.B. fertiges Programm mit Dokumentation) zu einem ausgewählten Thema. Auch hier wird der Umfang und der Abgabetermin mit dem*der Veranstalter*in zu Beginn des Semesters festgelegt.

Versuchsregelung und Termine

Die Prüfungen finden meistens in der vorlesungsfreien Zeit statt. Bei Modulen, die mit einer Klausur oder mündlichen Prüfung abgeschlossen werden, gibt es pro Semester 2 mögliche Prüfungstermine. Wenn man vorhat, an der Prüfung teilzunehmen, sollte man möglichst den 1. Termin nehmen; dann hat man den 2. Termin, falls es beim 1. nicht geklappt hat, oder längere Ferien. Du kannst dich auch entscheiden, dich für keinen der beiden Termine anzumelden und die Prüfung in einem späteren Semester zu machen. Module, die mit einer Projektarbeit / schriftlichen Ausarbeitung / einem Vortrag abgeschlossen werden, haben nur einen festen Abgabetermin für die Arbeit.

Für alle Module, mit Ausnahme des Abschlussmoduls, gilt, dass die Prüfungen zwei Mal wiederholt werden dürfen. Bist du bei einer Klausur oder mündlichen Prüfung dreimal durchgefallen, so hast du deinen Studiengang endgültig nicht bestanden. Dies würde für dich insbesondere bedeuten, dass du in ganz Deutschland keinen Studiengang mehr studieren darfst, der dieses Modul im Pflichtbereich enthält. Darüber solltest du dir im Klaren sein, wenn du einen Prüfungsversuch wahrnimmst. Steht man also vor einem dritten Versuch, so sollte dieser – wenn möglich – umgangen werden (z.B. Wahlmodul wechseln). Hierzu sollte auf jeden Fall das Studienbüro (unter Umständen auch der FSR) kontaktiert werden.

Das Abschlussmodul darf lediglich ein Mal wiederholt werden, sodass die eben beschriebenen Vorgänge entsprechend früher beachtet werden müssen.

Eine Prüfung kannst du auf verschiedene Weisen nicht bestehen. Außer der Möglichkeit, wegen ungenügender Leistungen durchzufallen, kannst du auch nicht bestehen, wenn du dich zu einer Prüfung anmeldest (nicht rechtzeitig zurücktrittst) und ohne triftigen Grund (z.B. ärztliches Attest) nicht erscheinst, dich bei einem Täuschungsversuch erwischen lässt, und bestimmt noch in einigen anderen Fällen.

Krankheit

Das Informatik-Studienbüro ist für die Prüfungsverwaltung (auch bei Prüfungen anderer Fachbereiche) zuständig. Kannst du an einer Prüfung wegen Krankheit nicht teilnehmen, so musst du ein Attest so schnell wie möglich beim Studienbüro einreichen. Das Attest muss dabei vor dem Prüfungstermin ausgestellt worden sein (nachtragende Atteste müssen bis zum Prüfungstermin reichen). Wird das Attest zu spät eingereicht, kann die Prüfung von Prüfungsausschuss als nicht bestanden gewertet werden. In Zweifelsfällen, kann der Prüfungsausschuss nach einem qualifizierten Attest verlangen. Weiterhin ist es sehr ratsam, dem*der Veranstalter*in der mündlichen Prüfung und dem Studienbüro eine Krankmeldung so früh wie möglich per Email zu schicken, so dass vor der Prüfung etabliert ist, dass man fehlt. Dies ist besonders bei mündlichen Prüfungen sehr wichtig. Ein Rücktritt aus Krankheitsgründen ist nach der Prüfung nicht mehr möglich.

Einsicht und Widerspruch

Die Einsicht in eine Prüfung (Klausur bzw. Protokoll bei mündlicher Prüfung) ist innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Prüfung möglich. Hierzu wird von den Veranstalter*innen meist ein offizieller Termin kurz nach der Prüfung angeboten, den man wahrnehmen sollte, falls man eine Einsicht braucht. Oft wird man zu Anfang der Prüfung über die Möglichkeit eines Widerspruchs belehrt. In dem Fall ist ein Widerspruch gegen die Bewertung der Prüfung innerhalb eines Monats nach Bekanntwerden der Bewertung möglich. Fand keine Widerspruchsbelehrung statt, so ist der Widerspruch innerhalb eines Jahres nach Bekanntwerden der Bewertung möglich.

Anmeldung zu Modulen, Veranstaltungen und Prüfungen

Die erste Anmeldung zu einer Prüfung kommt bereits während der Modulanmeldung auf dich zu. Der Inhalt dieses Abschnittes wird dir in der OE noch sehr genau erklärt.

Das Belegen und Abschließen eines Moduls und das Besuchen der Lehrveranstaltungen setzen eine korrekte Anmeldung innerhalb der Anmeldephasen voraus. Dabei gibt es pro Modul mindestens drei Anmeldungen, die man beachten muss:

Grundsätzlich meldet man sich bei den meisten Modulen/Veranstaltungen direkt über STiNE an. Erfolgt die Anmeldung nicht über STiNE, weil z.B. ein Modul von einer anderen Universität gewählt wurde, muss trotzdem jede Anmeldung in STiNE verzeichnet sein, da dies die offizielle Studien- und Prüfungsverwaltung ist. Zur Prüfungs- und Modulanmeldung in STiNE ist eine TAN-Liste erforderlich.

Pflicht & Wahlpflicht

Die Anmeldungen zu deinen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen mit den dazugehörigen Veranstaltungen wie Vorlesungen, Übungen, etc. findet ausschließlich in STiNE statt.

Freier Wahlbereich

Eine abweichende Anmeldung erfolgt bei Wahlmodulen, welche von anderen Fachbereichen / Universitäten angeboten werden und nicht in STiNE aufgelistet sind. Hier läuft die Anmeldung über die jeweiligen Studienbüros und immer das Informatik-Studienbüro. Funktioniert aus irgendwelchen Gründen die STiNE-Anmeldung nicht, so ist das Studienbüro ebenfalls der erste Ansprechpartner.

Einige häufig gewählte Module aus dem freien Wahlbereich werden zur Anmeldung in STiNE angeboten. Möchtest du ein Modul belegen, welches nicht in STiNE angeboten wird, so ist eine Kontaktaufnahme zum Informatik-Studienbüro und dem Studienbüro des Fachbereichs, an dem das Modul angeboten wird, nötig.

Du solltest die Wahlmodule beim Studienbüro unbedingt anmelden, bevor du Prüfungsleistungen erbringst, sonst werden diese Prüfungsleistungen als ungültig gewertet. Dabei lohnt es sich, diese Anmeldung frühzeitig zu machen, da es immer mal vorkommen kann, dass die zuständigen Personen gerade im Urlaub sind oder sonstige Verzögerungen eintreten.

Falls vor dir bereits jemand das Modul gewählt hat, kannst du dir im Forum https://discourse.mafiasi.de/ oder im Archiv https://archiv.mafiasi.de/fb18/ Tipps zur Kombination der Module holen. Wenn du der*die Erste bist, der*die das Modul gewählt hat oder du es in einer anderen Ausrichtung studieren möchtest, musst du erst den Weg dazu ebnen. Eine gute Anlaufstelle dafür sind die Angestellten des Studienbüros oder die Studienberatung des jeweiligen Fachbereichs. Dort erfährst du, ob und wie du in die Veranstaltungen hineinkommst und kannst dich bei der Zusammenstellung der Module beraten lassen. Um Überraschungen und Problemen entgegnen zu können, solltest du dich darum unbedingt frühzeitig kümmern, nicht erst kurz vor Beginn des 5. Semesters!

Klausuren

Anmeldungen zu Klausuren finden grundsätzlich über STiNE statt. Bereits bei der Anmeldung zu Pflichtmodulen musst du dich für einen Klausurtermin anmelden. Dabei kannst du zwischen zwei angebotenen Klausurterminen wählen, du kannst diese Anmeldung während der Vorlesungszeit jedoch noch ändern.

Bei Informatik-Modulen kann man sich bis zu 3 Tage vor dem Termin zur Klausur an- und abmelden. Ohne Anmeldung kann man nicht an einer Prüfung teilnehmen.

Mündliche Prüfungen

Zu mündlichen Prüfungen meldet man sich je nach Modul entweder innerhalb von bestimmten Zeiträumen (An- und Abmeldephase) in Studienbüro an, welche auf den Webseiten des Fachbereichs (und meist auch per Mail) angekündigt werden, oder direkt beim Prüfer. Bei der Anmeldung über das Studienbüro im zweiten Stock von Haus A füllst du ein Formular aus, auf dem du ankreuzt, zu welcher Prüfung du dich anmeldest. Dabei wählst du aus den noch verfügbaren Prüfenden und Terminen einen aus. Wann welche Prüfenden Termine anbietet wird normalerweise während der Veranstaltung angekündigt oder steht auf den Webseiten des Studienbüros. Die Abmeldung von einer mündlichen Prüfung ist auch nur in der An- und Abmeldephase möglich. Erfolgt die Anmeldung direkt über den Prüfer, können abweichende Regelungen zur Anmeldung gelten.

(Pro-)Seminar / Praktikum / Projekt

Auch hier läuft die Anmeldung über STiNE, wobei es nur einen “Pseudo”-Termin pro Semester für die Prüfungsleistung gibt, da ihr Termin von intern geregelten Vortrags- und Abgabedaten abhängt.

Andere Fachbereiche / Universitäten (Prüfungen)

Die Prüfungsanmeldung für nicht in STiNE angebotene Module anderer Fachbereiche und Module anderer Universitäten muss entsprechend über die externen Studienbüros und das Studienbüro Informatik laufen.

Studienverwaltung

Im Folgenden findest du Informationen zur Regelung und Verwaltung deines Studiums.

Prüfungsordnung & Fachspezifische Bestimmungen

Die Prüfungsordnung (PO) regelt die allgemeine Struktur und das Prüfungsverfahren eines Studiengangs. Zusammen mit den Fachspezifischen Bestimmungen (FSB) ist sie die wichtigste Referenz zu den Formalitäten und Inhalten des Studiums. Die Prüfungsordnung gilt für die ganze MIN-Fakultät. Man findet sie auf der Studiengangswebsite des Fachbereichs und der Universität. Die FSB ergänzen die Prüfungsordnung um studiengangspezifische Regelungen. Entsprechend findet man sie auf den Studiengangswebsiten des Fachbereichs.

STiNE (Studien Infonetz)

STiNE ist das Haupt-“Instrument” zur (Online-)Verwaltung des Studiums. STiNE erfüllt eine Menge an Funktionen:

Für wichtige An- und Abmeldeaktionen in STiNE sind TANs nötig, die man auf seiner TAN-Liste findet, welche auch in STiNE (wiederum mit Hilfe von TANs) erneuert werden kann. Bei Problemen mit STiNE benutzt man am besten das Support-Formular, bei schwierigeren (Account gesperrt …) wendet man sich an das Regionale Rechenzentrum.

Ansprechpartner

Studienbüro

Das Studienbüro des Fachbereichs ist der Haupt-Ansprechpartner für Anliegen und Fragen zum Studium. Es ist zuständig für Prüfungen und Lehrveranstaltungen und koordiniert die Studiengänge. Ein weiterer Teil des Studienbüros ist die Studienfachberatung.

Studienfachberatung

Die Studienfachberatung ist zuständig für fachliche Aspekte des Studiums. Sie ist die Anlaufstelle bei Fragen zu PO/FSB und bei größeren Problemen mit dem Studium. Weiterhin wird dort der Teilzeitstudienplan erstellt. Überschreitet man die Regelstudienzeit, so ist spätestens im 8. Semester bei der Studienfachberatung ein Studienplan zu erstellen.

CampusCenter

Das CampusCenter besteht aus mehreren Einrichtungen, unter anderem dem Service für Studierende, der Zentralen Studienberatung und der psychologischen Beratung. Ersteres ist die Kontaktstelle zwischen Studierenden und Univerwaltung. Der Service für Studierende ist zuständig, wenn es um Rückmelden, Im-/Exmatrikulieren, Studienbescheinigungen usw. geht.

Studierendenwerk

Das Studierendenwerk Hamburg ist zuständig für die soziale, kulturelle und gesundheitliche Betreuung und Förderung der Studierenden. Es unterhält die Mensen und zahlreiche Studierendenwohnheime sowie Kindertagesstätten. Auch das BAföG-Amt gehört zum Studierendenwerk. Der Sitz ist das Studierendenhaus im Von-Melle-Park 2.

AStA

Neben politischen Tätigkeiten bietet der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) Beratung zu verschiedensten Themen, wie Finanzierung (BAföG), Studien- und Rechtsberatung, psychologische Beratung und Beratung für Studierende mit Kind.

PIASTA

Das “Programm International für alle Studierenden und Alumni” steht für Internationalisierung und kulturellen Austausch an der Uni Hamburg. Die Kategorien Welcome & Kultur, Training & Coaching, Info & Beratung sowie ein Netzwerk sorgen dafür, dass Studierende die kulturelle Vielfalt von Hamburg und der ganzen Welt wahrnehmen, Kompetenzen für Studium, Promotion und Beruf erwerben, rechtliche, finanzielle und behördliche Fragen klären und Interkulturalität auf dem Campus mitgestalten. Die meisten Veranstaltungen werden von Studierenden in höheren Semestern durchgeführt.

Krankenversicherung

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind Studierende bis 25 Jahre über die Familienversicherung kostenlos mitversichert. Bedingung dafür ist, dass du nicht mehr als 435€ im Monat verdienst. Übersteigst du die Altersgrenze oder kannst nicht bei den Eltern mitversichert sein, musst du dich in der Studientischen Krankenversicherung selbst versichern. Wenn du BAföG bekommst, dann kannst du einen Beitragszuschuss zur Krankenversicherung erhalten. Bei der Studentischen Krankenversicherung liegt die Obergrenze bei 30 Jahren oder dem 14. Fachsemester. Achtung: bei einem konsekutiven Masterstudium werden die Fachsemester von Bachelor und Master zusammen addiert. Treffen die vorherigen Möglichkeiten nicht zu, musst du dich entweder freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherung oder in der privaten Krankenversicherung versichern.

Der Fachbereich

Der Fachbereich Informatik besteht aus verschiedenen wissenschaftlichen Schwerpunkten. Diesen sind jeweils einige Professuren zugeordnet, die jeweils eine schöne Abkürzung tragen.

Die vielen Kürzel für die verschiedenen Professuren bereiten anfangs Schwierigkeiten, und auch fortgeschrittene Semester verwechseln im Eifer des Gefechts gelegentlich VSYS mit SVS. Dieser kurze Überblick soll dich motivieren, die auf den Internetseiten des Fachbereichs zur Einsicht stehenden, umfangreichen (Selbst-)Darstellungen der Professuren zu lesen. Deine Vorlesungen, Übungen, Proseminare und Praktika werden nämlich von genau diesen angeboten, sodass es sinnvoll ist, über deren Tätigkeit Bescheid zu wissen. Oft werden die Professuren selbst oder mehrere Professuren zusammen noch als Arbeitsbereiche bezeichnet. Dies ist eine alte Bezeichnung, die gewöhnungshalber jedoch weiter verwendet wird.

CSE: Complex Systems Engineering

VSYS Verteilte Systeme, DBIS Datenbanken und Informationssysteme

VSYS und DBIS arbeiten noch stark zusammen, haben etwa einen gemeinsamen Webauftritt, was daher kommt, dass sie einmal ein gemeinsamer Arbeitsbereich waren. Von E-Commerce, automatisierte Verhandlungsführung, Client/Server, Internetanwendungen bis Datenbanken – diese Themengebiete haben hier ein Zuhause.

https://vsis-www.informatik.uni-hamburg.de

TKRN Telekommunikation und Rechnernetze

TKRN befasst sich mit der Spezifikation von Protokollen, Analysen von Rechnernetzen auf Funktionalität, Leistung und Zuverlässigkeit, Parallelrechnern und Hochgeschwindigkeitsnetzen.

https://www.informatik.uni-hamburg.de/TKRN/

ART Algorithmen, Randomisierung und Theorie, TEA Theorie Effizienter Algorithmen

ART und TEA arbeiten eng zusammen und beschäftigen sich mit den drei Bereichen Algorithmen, Randomisierung und Theorie in der Grundlagenforschung zum Lösen verschiedenster Probleme in großen, dynamischen Netzen. Durch Randomisierung sollen einfache, aber effiziente und robuste Algorithmen entwickelt werden. Der theoretische Ansatz setzt auf die Erforschung von beweisbar sicheren und effizienten Algorithmen.

https://www.inf.uni-hamburg.de/de/inst/ab/art.html

SVS Sicherheit in verteilten Systemen, ISS IT-Sicherheit und Sicherheitsmanagement

SVS und ISS bilden zusammen die Arbeitsgruppe Security and Privacy. SVS beschäftigt sich mit anwendungsorientierter Sicherheit. Tätigkeitsfelder sind Unternehmensanwendungen (E-Business), mobile und drahtlose Anwendungen sowie das “ubiquitous/pervasive computing”(allgegenwärtig/durchdringend). ISS beschäftigt sich mit der Sicherheit kritischer Infrastruktur, Erkennen von Angriffsmustern und der Beobachtung von Botnetzwerken.

https://www.inf.uni-hamburg.de/de/inst/ab/snp/home.html

SWK Softwareentwicklungs- und -konstruktionsmethoden

SWK befassen sich mit Technologien zum Management von großen Softwareentwicklungsprojekten. Zudem gehören Reengineering und Design (nicht grafisches Design) zu den Hauptgebieten dieser Professur.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/swk/home.html

ITG Informationstechnikgestaltung und Genderperspektive

Diese Professur befasst sich mit Lernmethoden bei der Wissens- und Technik-Erschließung, insbesondere im Hinblick auf Geschlechterrollen.

https://www.inf.uni-hamburg.de/de/inst/ab/itg/home.html

ITMC IT-Management und -Consulting

Bei ITMC handelt es sich um eine Stiftungsprofessur. Sie befasst sich mit Entwicklung, Betrieb und der Verbesserung komplexer soziotechnischer Dienstleistungssysteme. Sie arbeitet auch mit Methoden aus der Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik.

https://www.inf.uni-hamburg.de/de/inst/ab/itmc.html

MBS Modellbildung und Simulation

MBS beschäftigt sich mit Simulationswerkzeugen, Agentenbasierter Simulation und Umweltinformatik.

https://www.inf.uni-hamburg.de/de/inst/ab/mbs/home.html

MAST Angewandte Software-Technik

MAST existert noch nicht lange. Eines der Forschungsgebiete des Arbeitsbereichs ist die Möglichkeiten, die moderne mobile Geräte bieten, auszuloten. Zusätzlich beschäftigen sie sich aber auch noch mit sozialen und kontextadaptiven System (etwa Systemen, die sich dem Nutzerverhalten anpassen).

https://mobis.informatik.uni-hamburg.de

WISTS Wirtschaftinformatik, Sozio-Technische Systemgestaltung

Der Arbeitsbereich Wirtschaftsinformatik, insbesondere sozio-technische Systemgestaltung beschäftigt sich in verschiedensten Branchen und Anwendungsfeldern vor allem mit der Gestaltung von Kollaborationsprozessen für wissensintensive Tätigkeiten unter Einsatz der Möglichkeiten moderner IKT (z.B. Gruppenunterstützungssysteme für ortsgebundene und verteilte Kollaboration, Integration von Kollaborationswerkzeugen in Arbeitsprozesse, Mass Collaboration auf Plattformen).

https://www.inf.uni-hamburg.de/inst/ab/wists/home.html

HCC Human-Centered Computing

SAV Szenenanalyse und Visualisierung

Forschungs- und Lehrschwerpunkte des Arbeitsbereiches SAV liegen auf der Bildanalyse und dem Bildverstehen, wie etwa effizienter Bildverarbeitungsalgorithmen, multimodaler Bildverarbeitung und wissensbasierter Analysen von Bildinhalten.

https://www.inf.uni-hamburg.de/inst/ab/sav.html

BV Bildverarbeitung

Der Arbeitsbereich Bildverarbeitung beschäftigt sich mit Bildanalysen und Bildwahrnehmung, hierzu gehören auch die Verarbeitung multidimensionaler Signale und die Betrachtung neuronaler Netze.

https://www.inf.uni-hamburg.de/de/inst/ab/bv.html

CV Computer Vision

Der Arbeitsbereich CV beschäftigt sich mit den Konzepten des menschlichen visuellen Systems und entwickelt Algorithmen für die Lösung von Computer-Vision-Aufgaben.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/cv.html

EIT Ethik in der Informationstechnologie

EIT ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die sich mit ethischen, sozialen und politischen Fragen rund um das Thema Informationstechnologie und Arbeiten mit großen Datenmengen beschäftigt.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/eit.html

LT Sprachtechnologie

LT beschäftigt sich mit allen Aspekten der Technologien zur Verarbeitung natürlicher Sprache und deren Anwendung in der Praxis.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/lt/home.html

NATS Natürlichsprachliche Systeme

Themen von NATS sind natürlichsprachlicher Zugang zu und Interaktion mit Informationssystemen, maschinelles Übersetzen und Dolmetschen sowie Lehrsysteme.

https://nats-www.informatik.uni-hamburg.de

SP Signalverarbeitung

SP beschäftigt sich mit Algorithmen zur digitalen Signalverarbeitung von Sprache und Geräuschen, Kommunikationsgeräten, Audio-visuellen Medien und Mensch-Maschine Schnittstellen.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/sp.html

TAMS Technische Aspekte Multimodaler Systeme

Zentrale Themen bei TAMS sind Echtzeitsysteme und Roboter. Dazu kommen die Mensch-Maschine-Interaktion in vielen Formen (multimodal), die Verarbeitung von Klängen, Bildern und dem Tastsinn.

https://tams.informatik.uni-hamburg.de/

WTM Wissenstechnologie und Wissensmanagement

WTM arbeitet vor allem an Wissenstechnologie und -management, das von der Natur inspiriert ist. Dabei geht es auch um allerlei wissensbasierte Systeme, etwa auch Roboter.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/wtm

HCI Human-Computer-Interaction

Die HCI beschäftigt sich mit sicherheitskritischen Systemen, bei denen Mensch und Maschine aufeinander treffen, etwa bei der Flugsicherung, persönlichem Wissensmanagement, Social Media und den Möglichkeiten, die Multi-Touch-Interaktion einem bietet.

https://www.inf.uni-hamburg.de/en/inst/ab/hci.html

CIS Computing in Science

WR Wissenschaftliches Rechnen / DKRZ

WR sitzt zwar nicht bei uns auf dem Campus in Stellingen, sondern am deutschen Klimarechenzentrum, aber gehört dennoch zur Hamburger Informatik dazu. Sie arbeiten dort an der Energieeffizienz, Hochleistungsrechner- und Speichersystemen sowie Simulationen aus dem Bereich der Erdsystemmodellierung (z.B. Wetter).

https://wr.informatik.uni-hamburg.de

AMD Algorithmisches Molekulares Design / ZBH

Auch AMD sitzt nicht in Stellingen, sondern am Zentrum für Bioinformatik. Sie erforschen Computermodelle, um Molekül-Eigenschaften und lebenswissenschaftliche Phänomene vorherzusagen.

https://www.zbh.uni-hamburg.de/forschung/amd.html

ACM Angewandte Chemieinformatik und molekulares Design

Auch ACM sitzt am ZBH. ACM erforscht neuartige computergestützte Ansätze in frühen Stadien der Medikamentenentwicklung. Dabei untersucht ACM Modelle für die Vorhersage des Stoffwechsels.

https://www.zbh.uni-hamburg.de/forschung/acm.html

WVP Wissenschaftliche Visualisierung und Parallelverarbeitung

Der Arbeitsbereich der Wissenschaftlichen Visualisierung und Parallelverarbeitung beschäftigt sich mit der Verarbeitung und Visualisierung großer Datenmengen auch im Bezug auf das Hochleistungsrechnen. Insbesondere wird an der Visualisierung von Volumendaten oder Partikeln mittels verschiedenster Techniken wie beispielsweise Slicing oder Volumerendering gearbeitet. Zusätzlich wird sich aber auch mit der Kompression der erzeugten Polygonen und der effizienten Übertragung von 3D Daten beschäftigt.

Weitere Informationen

… gibt es auf der Webseite des Fachbereichs, insbesondere hier:

https://www.inf.uni-hamburg.de/inst/groups.html

Selbstverwaltung

Warum Selbstverwaltung?

In Deutschland gilt die Freiheit von Forschung und Lehre (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftsfreiheit). Sie ist in Artikel 5 Abs. 3 des Grundgesetzes als grundlegendes bürgerliches Recht festgeschrieben. Das bedeutet, dass Forschung und Lehre weitestgehend frei von jeglicher staatlichen Einmischung (z.B. politischen Einflüssen) erfolgen darf und soll. Dies soll u.a. dadurch gewährleistet werden, dass die Universität sich selbst verwaltet und den Beteiligten somit die eigenverantwortliche Gestaltung ihrer Forschung und Lehre ermöglicht wird.

Gremien und Statusgruppen

In der Praxis gibt es verschiedene Gremien, denen einzelne Aufgaben zugewiesen werden. Die Mitglieder der Hochschule werden in sog. Gruppen aufgeteilt: die Professor*innen, das akademische Personal, das Technische-, Bibliotheks- und Verwaltungspersonal (TVP) und natürlich wir Studierenden (dazu gehörst wahrscheinlich du) bilden jeweils eine Gruppe. Sie wählen Vertreter*innen, die ihre Interessen in den jeweiligen Gremien vertreten. In der Regel stellt dabei die Gruppe der Professor*innen die meisten Vertreter*innen (sie haben also die Mehrheit in allen Gremien). Die Gremien geben sich selbst Satzungen oder Geschäftsordnungen, die die Regeln ihrer Arbeitsweisen bestimmen. Sie können Kommissionen oder Arbeitsgruppen einsetzen, die sich mit speziellen Fragen auseinandersetzen. Es werden Beschlüsse gefasst und Mitglieder werden mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragt.

Dabei gibt es zwei verschiedene Arten der Selbstverwaltung: die Akademische Selbstverwaltung und die Studentische Selbstverwaltung.

Studentische Selbstverwaltung

Studierendenparlament

Alle Studierenden der Universität gehören zur sog. Verfassten Studierendenschaft. Die Verfasste Studierendenschaft wählt jedes Jahr im Wintersemester das Studierendenparlament (kurz: StuPa). Das geht entweder, indem du eine der zahlreichen Urnen aufsuchst oder per Brief wählst. Die StuPa-Wahlen kannst du dir in etwa so vorstellen wie die Bundestagswahl, nur dass meist viel mehr Listen zur Wahl antreten. Oft ist es für den gemeinen Studierenden daher auch schwierig den Überblick zu behalten. Auch wenn alle Listen ordentlich Wahlkampf machen und du in den Mensen häufig in Flugblättern versinkst, ist es teilweise schwierig verlässliche Informationen über die einzelnen Listen zu bekommen. Denn nicht alles, was die verschiedenen Listen in ihren Flyern und in der vom StuPa-Präsidium herausgegebenen Wahlbroschüre behaupten, ist auch wahr. Es ist eben so wie in der “richtigen” Politik. Dennoch solltest du versuchen dich zu informieren und zu wählen, denn das StuPa hat einige wichtige Aufgaben.

Das StuPa besteht aus 47 Sitzen. Die Parlamentarier*innen bestimmen über den Haushalt der verfassten Studierendenschaft – und das sind immerhin mehr als 992.700€ im Jahr. Dieses Geld kommt von uns Studierenden. Der von uns gezahlte Semesterbeitrag enthält 10,80€, die für die studentische Selbstverwaltung bestimmt sind.

Allgemeiner Studierendenausschuss

Außerdem wählt das StuPa den Allgemeinen Studierendenausschuss (kurz: AStA) (http://www.asta.uni-hamburg.de/). Er soll die Interessen aller Studierenden der Universität gegenüber dem Uni-Präsidium, der Politik und der Öffentlichkeit vertreten. Je nachdem wen man fragt, ist er dabei mehr oder weniger erfolgreich. Neben dieser eher politischen Komponente bietet der AStA, teils in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, auch noch zahlreiche Dienstleistungen für Studierende an, z.B. kostenlose Beratung in allen möglichen Fragen (Finanzen, Recht, Sexualität,…), günstige Sport- und Kulturkurse, eine Job- und Wohnungsbörse und vieles mehr.

Fachschaftsrat

Doch nicht nur auf der Universitäts-Ebene gibt es eine studentische Vertretung gegenüber der Uni. Die Studierenden, die einer Fachrichtung angehören, sind eine Fachschaft. Unsere Fachschaft besteht aus den Studierenden der Bachelor-Studiengänge Informatik, Computing in Science, Software-System-Entwicklung und Mensch-Computer-Interaktion sowie den Studierenden der Master-Studiengänge Informatik, Bioinformatik und IAS (Intelligent Adaptive Systems). Der Fachbereich Informatik hat somit zwei Fachschaften – eine aus Informatiker*innen, und eine aus Wirtschaftsinformatiker*innen. Jede Fachschaft wählt ebenfalls eine studentische Vertretung, die ihre Interessen vertritt: Den Fachschaftsrat (kurz: FSR). Dazu trifft sich die Fachschaft, in unserem Fall die Fachschaft Informatik, einmal im Semester zu einer Vollversammlung, auf der der alte FSR berichtet, was er alles für uns getan hat und – wenn alles gut geht – von uns entlastet wird. Danach wird dann ein neuer FSR gewählt. Wir geben ihm Aufgaben für das kommende Semester und bestimmen so die grobe Arbeitsweise. Du kannst auch jederzeit selbst mit einem Anliegen zu den Studierenden des FSR kommen, denn er ist der Ansprechpartner für dich bei (fast) allen deinen Problemen. Du kannst zum Beispiel zu den FSR-Sitzungen gehen oder eine Email an den FSR (fsr@informatik.uni-hamburg.de) schreiben. Der nächste Sitzungstermin und wie du den FSR sonst noch erreichen kannst, steht im Fachschafts-Wiki (https://mafiasi.de/Fachschaftsrat). Neben deinen Problemen beschäftigt sich der FSR noch mit der Verbesserung des Studiums allgemein, den Getränken im c.t., koordiniert die übrige Gremienarbeit und spricht mit dem Vorstand des Fachbereichs und den restlichen Professor*innen über alle möglichen Dinge. Der Fachschaftsrat bekommt jedes Semester vom AStA Geld für die Aktionen der Fachschaft. Wenn du also etwas am Fachbereich veranstalten möchtest und dafür noch Unterstützung suchst, dann bist du beim FSR genau an der richtigen Adresse.

Akademische Selbstverwaltung

Die Akademische Selbstverwaltung ist die offizielle Selbstverwaltung der Universität. Sie besteht aus einem Haufen von wichtigen Gremien und Ausschüssen, die schier unermessliche Arbeit leisten, um die Forschung und Lehre an unserer riesigen Universität zu verbessern. Wegen der Übersicht werden hier nur die wichtigsten Gremien und Ausschüsse vorgestellt.

Fakultätsrat

Im Zuge der Entdemokratisierung durch den ehemaligen Wissenschaftssenator Dr. Jörg Dräger (parteilos) wurde am 1. April 2005 (lustig, nicht wahr?) die Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (kurz: MIN) gegründet. In dieser Fakultät nun sind die früheren Fachbereiche Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik und Physik zusammengefasst. Dabei haben die Fachbereiche eine ganze Menge Kompetenzen an die Fakultät abgeben müssen.

Das wichtigste Gremium innerhalb der MIN-Fakultät ist der Fakultätsrat (kurz: FAR/FakRat). Hier haben wir Studierende drei Sitze. Die Studierenden, die uns dort vertreten sollen, wählen wir jedes Jahr im Sommersemester per Briefwahl. Viele Entscheidungen im Fakultätsrat betreffen auch uns Informatik-Studierende. So wird im Fakultätsrat z.B. über unsere Prüfungsordnung und unsere Fachspezifischen Bestimmungen (FSBs) entschieden. Außerdem nimmt er Stellung, wenn neue Professor*innen berufen werden sollen, und bestimmt, welche Vertreter*innen der einzelnen Statusgruppen in seinen Ausschüssen eingesetzt werden.

Ausschüsse des Fakultätsrates

Der Fakultätsrat hat einen Ausschuss für Studium und Lehre (kurz: ALSt). Er befasst sich mit der Studienreform und Qualitätskontrolle von Lehre und Studium in der Fakultät. Außerdem sind die Prüfungsausschüsse für die verschiedenen Informatik-Studiengänge Ausschüsse der Fakultät. Du kannst dich an den Prüfungsausschuss deines Studienganges wenden, wenn es Streitfragen im Zusammenhang mit deinen Prüfungen gibt. Vorher solltest du jedoch Kontakt mit dem FSR und Studienbüro aufnehmen, um das Vorgehen abzusprechen.

Fachbereichsrat

Der Fachbereichsrat ist ein Gremium der Selbstverwaltung auf Fachbereichsebene. Der Fachbereichsrat entscheidet über Dinge wie die Organisation des Lehrbetriebs und kann Vorschläge für Prüfungsordnungen und die Zusammensetzung von Berufungsausschüssen machen. Außerdem wählt der Fachbereichsrat den*die Fachbereichsleiter*in. Diese*r ist dem Dekan gegenüber rechenschafts- und berichtspflichtig. Den Fachbereichsrat gibt es erst seit diesem Jahr. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für dieses Buch ist noch nicht bekannt, wann die ersten Wahlen für den Fachbereichsrat durchgeführt werden.

Selbstverwaltung am Fachbereich Informatik

Alle Gremien in der Übersicht
Alle Gremien in der Übersicht

Für alles, was der Fakultätsrat nicht macht, ist das Dekanat zuständig. Die Dekanin oder der Dekan wird vom Fakultätsrat gewählt. Zusammen mit drei weiteren Professor*innen beschließt Herr Böhmann, der Fachbereichsleiter, im Vorstand des Fachbereichs, was in der Informatik so alles passieren soll. Manche Dinge werden auch im Erweiterten Vorstand besprochen, dem neben den Professor*innen im Vorstand auch noch je zwei Mitglieder der anderen Statusgruppen angehören. Weil Herr Böhmann und die Professor*innen im Vorstand aber nicht alles alleine entscheiden können, hat Herr Böhmann eine ganze Reihe von Kommissionen eingesetzt, die ihn in bestimmten Fragen beraten. Auch wenn die Kommission etwas beschlossen hat, kann Herr Böhmann aber dennoch einen anderen Beschluss fassen. Diese Regelung wird jedoch nur noch so lange aktiv bleiben, bis der Fachbereichsrat eingesetzt wurde. Im Fachbereichsrat sind Professor*innen, WiMis, TVP und Studierende vertreten. Dieser Rat wird die Kompetenzen des Vorstandes übernehmen und so eine demokratischere Mitbestimmung ermöglichen. Zusätzlich dazu werden die bisherigen Gremien, wie zum Beispiel die Studienkommission bestehen bleiben, die sich innerhalb des Fachbereiches um die Studienreform kümmert, die Qualität der Lehre überwacht und auch für die Präsentation des Lehrangebots nach Außen zuständig ist. Die Studienkommission hat wiederum einzelne Untergruppen.

Selbst aktiv werden!

Die Selbstverwaltung lebt natürlich davon, dass Mitglieder der einzelnen Statusgruppen sich in den Gremien engagieren. Findet sich niemand, der diese wichtige Aufgabe übernehmen möchte, ist es mit der Mitbestimmung bald vorbei. Wenn du dich für die Arbeit der einzelnen Gremien interessierst – sei es nun in der studentischen oder der akademischen Selbstverwaltung – kannst du in unser Fachschafts-Wiki https://mafiasi.de/Gremien schauen, wo es viele weitere Informationen gibt. Außerdem sind die meisten Gremiensitzungen öffentlich, so dass du jederzeit dort hingehen und zuhören kannst. Wenn du selbst in einem Gremium mitarbeiten möchtest oder noch weitere Fragen hast, kannst du dich an den FSR wenden oder dich auf einer Vollversammlung selbst zur Wahl stellen. Wir freuen uns über alle, die sich einbringen und beteiligen möchten.

Noch ein Wort

Noch ein Wort zu den Wahlen: Du solltest dein Wahlrecht immer nutzen! Du gehst ja schließlich auch zur Bundestagswahl, oder? Bei einem Teil der Wahlen gibt es keine konkurrierenden Gruppen. Zum Beispiel gibt es für den Fakultätsrat meist nur eine Liste. Obwohl du hier also keine Auswahl treffen kannst, gilt: Wenn du die Fakultätsarbeit (und damit auch deine eigenen Interessen) unterstützen willst, wähle trotzdem! Nur bei einer hohen Wahlbeteiligung wirken diese Studierenden glaubhaft als unsere Vertretung in der Fakultät – leuchtet doch irgendwie ein, oder?

Überregionale Gremien

Konferenz der Informatikfachschaften (KIF)

Die Konferenz der Informatikfachschaften (KIF) vertritt die Student*innen der Informatik und artverwandter Studiengänge im deutschsprachigen Raum (sowie aller deutschsprachigen Studiengänge im Ausland).

Als umfassende studentische Vertretung entsendet die KIF eine*n Vertreter*in in den Fakultätentag und den Fachbereichstag, sowie zum Studentischen Akkreditierungspool.

Das Ganze findet jedes Semester in gemütlichem und zeitlich ausreichendem Rahmen statt, sodass es leicht fällt eine Menge Leute kennenzulernen oder wiederzutreffen. Insgesamt ist die KIF eine Sache, die du dir als Mitglied einer Informatikfachschaft nicht entgehen lassen solltest! Grundsätzlich gilt wie im normalen Leben auch das Zitat von Loubna: “KIF ist das, was man daraus macht!” Die KIF ist in von den Teilnehmer*innen vorbereiteten Arbeitskreisen (AKs) organisiert. In erster Linie ist die KIF ein Treffen, an denen sich die Fachschaften über ihre Arbeit, Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge austauschen können. Zudem gibt die KIF vielen Fachschaftsmitgliedern neue Motivation und ist zugleich ein Stück Belohnung für ein halbes Jahr Fachschaftsarbeit. Denn auch der Spaß kommt auf keiner KIF zu kurz. Man lernt Leute aus ganz Deutschland kennen bzw. trifft sie wieder. Es gibt immer auch Arbeitskreise zu Nicht-Informatik / Fachschaftsthemen (s.u.), Aktionen zum Kennenlernen der Stadt und gemütliches Beisammensein (an Gitarren herrscht selten Mangel).

Erarbeitete Resolutionen können z.B. an die GI (Gesellschaft für Informatik), das FIfF (Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung), den Fakultätentag / Fachbereichsrat, die Studierendenvertretungen oder die Hochschulrektorenkonferenz gehen - je nach Thema und politischer Lage. Die KIF bietet den Vertreter*innen und Mitgliedern dieser Gruppen auch eine Möglichkeit, sich auszutauschen und der KIF mitzuteilen, was in diesen Organisationen aktuell ist. Auf diese Weise kommen – je nach Jahreszeit und Attraktivität der gastgebenden Stadt – zwischen 80 und 150 Leute zusammen, von den etliche zum ersten Mal bei der KIF dabei sind. Von der Uni Hamburg sind die letzten Male um die 20 Studierende, darunter auch einige Erstsemester, mitgefahren. Im Jahr 2011 wurde die KIF von unserer Fachschaft organisiert. In diesem Semester findet die KIF in Duisburg statt.

Studentischer Akkreditierungspool

Nachdem sich die Bundesregierung entschieden hatte Bachelor- und Masterstudiengänge in Deutschland zuzulassen, brachten die Kultusminister*innen und Hochschulrektor*innen zugleich ein neues System der “Qualitätssicherung” auf den Weg: Das Akkreditierungssystem. Die Erwartungen an das neue System waren groß: Es sollte nicht nur eine bundesweit vergleichbare Qualität garantieren, sondern gleichzeitig für eine größere Transparenz der Hochschulbildung sorgen, Studienanfänger*innen verlässliche Orientierung geben, die Mobilität von Studierenden fördern und die Attraktivität der deutschen Hochschulbildung für ausländische Studierende steigern.

Andererseits war das Akkreditierungssystem gerade in studentischen Kreisen bereits vor seiner Einführung politisch vehement umstritten. Nach den ersten Jahren Erfahrung mit dem neuen System haben sich einige der studentischen Befürchtungen durchaus bestätigt. Der Streit um die Demokratisierung der Akkreditierungsinstitutionen und um die Grenzen des Wettbewerbs ist längst nicht beigelegt und die Liste der Kritikpunkte wird von Jahr zu Jahr länger.

Nichtsdestotrotz hat sich das Akkreditierungssystem als zentrales Forum der Studienreformdebatte auf Bundesebene erfolgreich etabliert. Wer vor Ort an Studienreformdebatten aktiv beteiligt ist, wird den wachsenden Einfluss von Akkreditierungsverfahren auf die Studiengestaltung kaum bezweifeln. Egal wie wir das neue System im einzelnen bewerten: Wo über die Ziele, Inhalte und Methoden von Hochschulbildung entschieden wird, dürfen die Studierenden nicht außen vor bleiben. Dies ist bislang jedoch noch vielfach der Fall. Um das zu ändern gibt es den Studentischen Akkreditierungspool.

Fakultätentag Informatik

Der Fakultätentag ist ein Gremium, in dem viele Informatikfakultäten und -fachbereiche Deutschlands – in den meisten Fällen von Professor*innen – vertreten sind und das wichtige Richtlinien festlegt, z.B. Prüfungsrahmenordnungen. Das entsprechende Gremium für (Fach-)Hochschulen heißt Fachbereichstag.

Der Fakultätentag Informatik der Universitäten in der Bundesrepublik Deutschland vertritt die gemeinsamen Belange seiner Mitglieder im Hinblick auf eine Förderung der Zusammenarbeit in allen wissenschaftlichen Fragen und eine Koordinierung der Ausbildung im Bereich Informatik. Seine Mitglieder sind Fakultäten oder Fachbereiche von Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen, die Informatiker*innen in akkreditierten Bachelor- und Master-Studiengängen ausbilden und das Recht zur Promotion und Habilitation auf dem Gebiet der Informatik besitzen. Er ist einer der 17 Fakultätentage der deutschen Universitäten, die bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) akkreditiert und im Allgemeinen Fakultätentag (AFT) zusammengeschlossen sind.

Der Fakultätentag trifft seine Entscheidungen in der Plenarversammlung, die seit 1973 mindestens einmal jährlich im Turnus ausgerichtet wurden und neben der Sitzung Gelegenheit gaben, den gastgebenden Fachbereich bezüglich Forschung und Lehre sowie der wissenschaftlichen Aktivitäten vorzustellen. Der Fakultätentag Informatik gibt Empfehlungen zu Randbedingungen und zur Struktur des Informatik-Studiengangs und verfasst, wenn nötig, Resolutionen und Protestnoten. Er ist darum bemüht, das Informatikstudium weiterzuentwickeln, die Vorgehensweise bei der Einrichtung weiterer Studiengänge zu koordinieren und eine Vergleichbarkeit der Studiengänge an den Mitgliedshochschulen sicherzustellen. Zur Vorbereitung der Beratung im Plenum und zur Erarbeitung von Stellungnahmen zu besonderen Fragen kann die Plenarversammlung Kommissionen einsetzen, derzeit z.B. zu den Themenkreisen Aufnahme neuer Mitglieder, Informatik in der Schule und informatikverwandte Studienrichtungen.

Teilzeitstudium

Wenn du neben dem Studium arbeiten musst oder ein Kind betreust, kann es sich lohnen, ein Teilzeitstudium zu beantragen, denn der Zeitaufwand pro Woche für ein Teilzeitstudium beträgt etwa 50% eines Vollzeitstudiums.

Wer kann Teilzeit studieren?

Wenn du aus einem wichtigen Grund nachweislich nicht deine volle, mindestens aber die Hälfte deiner Arbeitszeit dem Studium widmen kannst, kannst du ein Teilzeitstudium beantragen. Dies geht allerdings nur, wenn die Prüfungsordnung deines Studienganges das zulässt. Glücklicherweise ist das im Fachbereich Informatik größtenteils der Fall. Bis auf das Semester der Abschlussarbeit kannst du dein gesamtes Informatikstudium (Bachelor und Master) als Teilzeitstudium absolvieren oder zwischen Voll- und Teilzeitstudium wechseln. Voraussetzung ist lediglich, dass ein wichtiger Grund vorliegt. Solch ein Grund liegt i.d.R. vor, wenn

Natürlich musst du bei Beantragung des Teilzeitstudiums auch die notwendigen Nachweise erbringen, dass in deinem Fall ein wichtiger Grund vorliegt. Dazu später mehr.

Was ist das Teilzeitstudium?

Das Prinzip des Teilzeitstudiums ist schnell erklärt: Um deine Arbeitsbelastung im Studium in etwa zu halbieren, wird ein Fachsemester auf zwei Hochschulsemester aufgeteilt. In der Praxis wird also die Regelstudienzeit entsprechend verlängert.

Ein Sonderfall ist hier zum Beispiel das Teilzeitstudium in den Bachelor-Studiengangen des Fachbereichs Informatik. Im Gegensatz zu z.B. den Master-Studiengängen Informatik werden in den Bachelor-Studiengängen der Informatik neue Studierende immer nur zum Wintersemester zugelassen und die meisten Veranstaltungen werden nur in jedem zweiten Semester angeboten. Daher kann das allgemeine Prinzip hier keine Anwendung finden. Es wird stattdessen ein Studienjahr nach dem Vollzeit-Studienplan in zwei Studienjahre im Teilzeit-Studienplan aufgeteilt.

Für die übrigen Module musst du ebenfalls einen individuellen Plan entwickeln. Am besten vereinbarst du dazu einen Termin mit der Studienfachberatung. Die Studienfachberatung entwickelt mit dir verschiedene Szenarien für einen Studienplan und berät dich, welche Möglichkeit für dich sinnvoll erscheint. Du kannst dich auch beim FSR erkundigen.

Wenn du nachträglich von einem Vollzeit- in einen Teilzeitstudienplan wechselst, kann dein individueller Studienplan natürlich ganz anders aussehen. Je nachdem, welche Module du bereits bestanden hast, ergeben sich unterschiedliche Konstellationen.

Falls du im Teilzeitstudium mehr als 50% der Arbeitsleistung eines Vollzeitstudiums für dein Studium aufbringen kannst, kannst du beim Prüfungsausschuss eine Straffung des Studienplans beantragen, indem du einen individuellen, gestraffteren Studienplan einreichst. Auch diesen Studienplan solltest du natürlich vorher mit der Studienfachberatung besprochen haben.

Auch für Teilzeitstudierende gilt, dass sie bevor sie die Regelstudienzeit, die je nach Dauer des Teilzeitstudiums spätestens im 12. Semester erreicht wird, um zwei Semester übersteigen an einer verpflichtenden Studienberatung mit Vereinbarung eines empfohlenen Studienplans teilnehmen müssen.

Während des Teilzeitstudiums fällt der Semesterbeitrag (Verwaltungsgebühren) in voller Höhe an, somit ist ein Teilzeitstudium sogar vergleichsweise teuer. Für ein Teilzeitstudium benötigst du bis zu der doppelten Studienzeit.

Achtung: Trotz der geringeren Arbeitsbelastung im Teilzeitstudium kann es für dich aber auch Gründe geben, nicht Teilzeit zu studieren – selbst wenn einer der o.g. Gründe bei dir vorliegt. So können sich beispielsweise Änderungen bei BAföG oder Krankenversicherung ergeben, die für dich nachteilig sein können. Du solltest dich daher unbedingt vorher bei den zuständigen Stellen erkundigen, bevor du ein Teilzeitstudium beginnst.

Wie werde ich Teilzeitstudierender?

Das Teilzeitstudium kann formlos, aber schriftlich, im CampusCenter mit dem Immatrikulationsantrag oder mit der Rückmeldung (d.h. mindestens 14 Tage vor Zahlung des Semesterbeitrages) beantragt werden. Ein Antrag lässt sich auch in STiNE zum Ausducken ausfüllen.

Zusammen mit dem Antrag musst du in einfacher (unbeglaubigter) Kopie Nachweise zur Belegung des wichtigen Grundes einreichen. Wenn du arbeitest, kann das eine Bescheinigung der*der Arbeitgeber*in sein. Wenn du ein Kind betreust, kannst du die Geburtsurkunde oder die Meldebescheinigung des Kindes einreichen.

Die Genehmigung erfolgt dann für bis zu zwei aufeinanderfolgende Semester. Willst du nach diesen ein bis zwei Semestern weiterhin Teilzeit studieren, musst du vor der Rückmeldung wieder einen neuen Antrag mit den entsprechenden Nachweisen einreichen (nach der Frist fällt eine Gebühr in Höhe von 30 Euro an). Sonst erfolgt die reguläre Rückmeldung für ein Vollzeitstudium.

Sollte der wichtige Grund wegfallen, musst du dies dem CampusCenter unverzüglich mitteilen.

Vom CampusCenter erhältst du mit den Rückmeldeunterlagen eine Bescheinigung für das Studienbüro Informatik. Diese musst du dort umgehend einreichen, damit das Studienbüro die Fristen entsprechend anpassen kann und du nicht plötzlich exmatrikuliert wirst, weil du die Regelstudienzeit nach Vollzeit- Studienplan bereits überschritten hast, nach Teilzeit-Studienplan aber noch nicht.

Solltest du mit der Studienfachberatung bereits einen individuellen Studienplan entwickelt haben, solltest du diesen auch gleich beim Studienbüro einreichen, damit er vom Prüfungsausschuss genehmigt werden kann. Der Teilzeitstudienplan ist für dich nicht verpflichtend. Es entsteht dir kein Nachteil, falls du davon abweichst. Aber es wird dir geraten, sich an den Plan zu halten.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.mafiasi.de/Teilzeitstudium und http://www.uni-hamburg.de/campuscenter/studienorganisation/studienverlauf/teilzeitstudium.html

Auslandsstudium

Wer neben dem Studium seine fremdsprachlichen und kulturellen Kenntnisse erweitern möchte oder einfach mal etwas Abwechslung braucht, für den bietet sich ein Auslandsstudium über ein oder mehrere Semester an. Obwohl die Studierenden fast ausschließlich positiv von ihren Auslandsaufenthalten berichten, wird diese Möglichkeit nur von einem kleinen Teil der Studierenden genutzt. Dies hat einerseits den Vorteil, dass Auslandserfahrung von potenziellen Arbeitgeber*innen später als ein echter Vorteil gegenüber anderen Bewerbungen gesehen wird. Andererseits bekommt man leichter finanzielle Unterstützung, weil die Nachfrage nach Stipendien nicht so groß ist.

Allgemeine Vorbereitung

Wichtig ist, dass du dich frühzeitig informierst und rechtzeitig um alles kümmerst, da oft diverse Fristen eingehalten werden müssen (z.B. bei der Beantragung von Stipendien, Sprachtests, Bewerbungsfristen an ausländischen Hochschulen).

Es wird sogar empfohlen, ein Auslandssemester so früh wie möglich zu machen, das heißt im zweiten oder dritten Semester. Dort ist die Chance am größten, die im Ausland erbrachten Leistungen für den Bachelor oder Master in Hamburg angerechnet zu bekommen. In diesem Fall gilt es noch mehr, sich rechtzeitig darum zu kümmern, am besten gleich im ersten Semester!

Bei der Auswahl der Universität solltest du zum einen darauf achten, dass die dort angebotenen Kurse für dich interessant sind. Scheu dich nicht, bei entsprechendem Interesse, notfalls auch an einer Universität zu studieren, mit der es bislang keine Kooperationen gibt, auch wenn damit meistens mehr Arbeit verbunden ist. Zum anderen solltest du möglichst auch darauf achten, dass du die Landessprache zumindest ein wenig beherrschst und dass du den jeweiligen Kulturen gegenüber offen bist. Falls du die Sprache noch nicht ausreichend beherrschst, besteht in Hamburg die Möglichkeit einer Tandem-Partnerschaft, in der dir ein*e Studierende*r aus dem entsprechenden Land vermittelt wird, damit ihr euch gegenseitig beim Lernen der jeweiligen Sprache helfen könnt. Eine sehr gute Möglichkeit bieten auch die Sprachkurse der Hamburger Volkshochschule! Solltest du dir nicht sicher sein, ob deine Sprachkenntnisse ausreichend sind, kannst du auch in der Bibliothek nach Literatur oder online nach Vorlesungs-Aufzeichnungen in der jeweiligen Sprache suchen und das daran feststellen.

Bevor du ins Ausland gehst, solltest du außerdem prüfen, inwiefern deine bereits erbrachten Leistungen im Ausland anerkannt werden (falls bestimmte Module der jeweiligen Uni Voraussetzungen haben) und ob deine dort zu erbringenden Leistungen später an unserem Fachbereich anerkannt werden.

Noch ein Hinweis für Studierende, die ihren Bachelor in Hamburg machen und sich für einen Masterstudiengang an einer beliebigen Universität in Europa einschreiben lassen wollen: Einige Universitäten haben u.U. höhere Voraussetzungen, sodass es nötig sein könnte, einige Module vor Beginn des Masters an der Uni nachzuholen. Daher solltest du dich rechtzeitig mit der Uni, an der du deinen Master machen willst, in Verbindung setzen.

Austauschprogramme an der Uni Hamburg

Alle Informationen der Uni Hamburg bezüglich internationaler Austauschmöglichkeiten und was damit zu tun hat, gibt es auf der Website der Abteilung Internationales: http://www.uni-hamburg.de/internationales/studieren-im-ausland.html. Auf der Website findet man auch eine Übersicht aller Partnerhochschulen der Uni Hamburg, die am ERASMUS-Programm oder an einem Direktaustauschprogramm mit der Uni Hamburg teilnehmen.

Im Folgenden eine Auflistung der verschiedenen Möglichkeiten wenn man ins Ausland gehen will:

ERASMUS+

Für europäische Auslandsaufenthalte ist besonders das ERASMUS- Programm (http://www.uni-hamburg.de/internationales/studieren-im-ausland/programme/erasmus.html) interessant. Die Abteilung Internationales kann dir hier eher wenig Fach-Informationen geben, stattdessen hat jeder Fachbereich eine*n extra ERASMUS-Beauftragte*n. Für den Fachbereich Informatik ist das: Prof. Wermter. Für alle ERASMUS bezogenen Fragen wendet man sich daher am besten an Katja Kösters (Sekretariat von Herrn Wermter).

ERASMUS ist ein europäisches Programm (im wesentlichen EU), das Studierenden ermöglicht, einmalig bis zu einem Jahr an einer Universität eines anderen Landes zu studieren. Das Programm basiert auf bilateralen Einzelverträgen zwischen den Universitäten. Die wesentliche Unterstützung besteht in Befreiung von Studiengebühren und Nachweis eines Wohnplatzes. Daneben gibt es meist eine finanzielle Unterstützung, die je nach Zielland bis 250€ monatlich gehen kann. Diese wird allerdings jedes Jahr neu angepasst. Diese Unterstützung wird im Vorwege in einer Summe (meistens im September) ausgezahlt.

Ablauf: Interessenten für einen Austausch im akademischen Jahr n/n + 1 (Herbst n bis Sommer n + 1) sollten sich bis zum Ende des Jahres n - 1 mit dem*der entsprechenden Koordinator*in zwecks Abgabe einer vorläufigen Anmeldung in Verbindung setzen und eine verbindliche Zusage bis April des Jahres n abgeben, auch wenn der Aufenthalt erst im Frühjahr oder Sommer des Jahres n + 1 geplant ist. Wegen der größer werdenden Beteiligung muss damit gerechnet werden, dass Anmeldungen, die erst im Jahr n eingehen, nicht mehr berücksichtigt werden können.

Momentan bietet der Fachbereich Informatik für folgende Länder ein Auslandssemester im ERASMUS+ Austauschprogramm an: Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien, Tschechien, Türkei und Österreich.

Zentralaustausch (ehemals Direktaustausch/Studierendenaustauschprogramm)

Neben den Hochschulen des ERASMUS-Programms unterhält die Uni Hamburg auch einige Zentralaustauschprogramme mit außereuropäischen Partnerhochschulen (siehe Website der Abteilung Internationales).

Individuell (als sog. “Freemover”)

Natürlich hast du auch die Möglichkeit, dich selbstständig bei einer ausländischen Universität zu bewerben. Dies kann insbesondere für Studienplatz außerhalb der EU interessant sein, da die Uni Hamburg hier nur wenige Austauschprogramme bietet. Eine Bewerbung ohne Programm kann allerdings einen höheren organisatorischen Mehraufwand bzw. mehr Eigeninitiative und Informationssuche erfordern, als ein “Standardprogramm” was dich aber nicht davon abbringen sollte, es zu versuchen!

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten ins Ausland zu gehen, ohne gleich ein Auslandsstudium zu machen, z.B. Praktika. Einige Studiengänge haben verpflichtend ein mehrwöchiges, berufsbezogenes Praktikum. Da dies auch im Ausland gemacht werden kann, liegt es nahe, dieses durch eine einmalige Auslandserfahrung aufzuwerten. Das zahlt sich auch im Lebenslauf aus.

Weitergehende Beratung

Generell gilt, dass du unbedingt alle Anlaufstellen wahrnehmen solltest, die dir Unterstützung anbieten.

Bei Fragen oder für weitere Beratung kannst du dich an die Abteilung Internationales oder direkt an eine*n der Mitarbeiter*innen wenden (http://www.uni-hamburg.de/internationales/kontakt.html). Außerdem gibt es Infoveranstaltungen und zusätzliche Beratungszeiten.

Bei allen Unsicherheiten kannst du dich natürlich auch immer mit der Studienfachberatung in Verbindung setzen (siehe insbesondere den nächsten Absatz)!

Informationen bekommt man auch beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD):

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Kennedyallee 50
53175 Bonn
https://www.daad.de/de/

und bei der Kampagne “Studieren weltweit- erlebe es!” von DAAD und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung: http://studieren-weltweit.de. Auf der Webseite finden sich viele weitere Tipps und Erfahrungsberichte von anderen Auslandsstudierenden.

Anrechnung & Belegen von Modulen

Wenn es um das Anrechnen oder Belegen von Auslands-Modulen geht, solltest du dich frühzeitig zur Studienfachberatung begeben, um eventuelle Probleme rechtzeitig aufzudecken. (Bei Austausch-Programmen ist die Situation im Allgemeinen meist etwas einfacher, weil viele der Kursabsprachen bereits zwischen den Universitäten getroffen worden sind.)

Das Anrechnen von Kursen erfolgt teilweise recht flexibel (bspw. 3 kleinere Kurse im Ausland auf 2 größere am Fachbereich Informatik), selbst Leistungspunkte können zu einem gewissen Maße divergieren!

Finanzierung

Für ein Auslandsstudium können hohe Kosten anfallen (Studiengebühren, aber auch Unterkunft und Verpflegung). Diese Kosten sind bei Austauschprogrammen wie ERASMUS meist sehr moderat, können aber bei Direktbewerbungen an Spitzenuniversitäten oder in einigen Ländern enorm hoch sein. Hier ist es oft lohnenswert, sich um ein Stipendium zu bemühen. Besonders gefördert werden häufig Austausche mit China (insbesondere Hamburgs Partnerstadt Shanghai). Der AStA kann dich hier gut mit Infos versorgen!

Stipendien

Es gibt eine Vielzahl finanzieller Förderungen und Stipendien für Auslandsaufenthalte. Einige Stipendien sind länderspezifisch oder fachbezogen, einige richten sich auch an gesellschaftlich oder sozial aktive Personen.

Eine Liste mit Möglichkeiten finanzieller Unterstützung findest du unter http://www.uni-hamburg.de/internationales/studieren-im-ausland/finanzierung-und-infos.html.

Hamburglobal: Die Uni Hamburg bietet ein extra Stipendienprogramm an, in dem verschiedene allgemeine Stipendien zusammengelegt sind: Hamburglobal. Hierbei bewirbt man sich für ein Hamburglobal-Stipendium und bekommt dann eine passende Förderung zugeteilt.

(Auslands-)BAföG

Besonders interessant (aus finanzieller Sicht) ist ein Auslandsstudium für BAföG-Empfänger*innen. Das BAföG-Amt zahlt z.B. bis zu 4600€ Studiengebühren, Reisekosten, ggf. Krankenversicherungskosten sowie Zuschläge zum normalen Satz. Das besondere ist, dass du diese zusätzliche Förderung NICHT zurückzahlen musst (diejenigen unter euch, die BAföG als Bankdarlehen erhalten, bekommen allerdings auch den Auslandszuschlag als Bankdarlehen). Wenn du im Inland kein BAföG bekommst, kann es sein, dass du trotzdem Anspruch auf Auslands-BAföG hast, da dort höhere Sätze gelten. Nähere Informationen findest du unter http://www.auslandsbafoeg.de/. Das Auslands-BAföG ist für die verschiedenen Länder unter den deutschen Bafög-Ämtern aufgeteilt: Das Bafög-Amt Hamburg ist bspw. für Förderung für ein Auslandsstudium in den USA zuständig, für Großbritannien ist das Bafög-Amt Hannover zuständig usw.

Sonstiges

Regelstudienzeit und Fristen

Kein Problem! Damit du durch dein Auslandsstudium nicht Probleme mit der Regelstudienzeit oder anderen Fristen bekommst, gibt es die Möglichkeit, dich für ein oder zwei Semester beurlauben zu lassen. (Normalerweise bekommt man kein BAföG, wenn man sich beurlauben lässt, bei Auslands-BAföG ist das allerdings etwas anderes.)

Zeitplaner

Der Zeitplan stellt nur einen groben Rahmen dar. Bei Bewerbungen ohne Austauschprogramme (insbesondere an amerikanischen Universitäten) musst du dich sehr frühzeitig um alles kümmern. ERASMUS-Programme haben eine geringere Vorlaufzeit.

Don’t Panic – Das Ganze sieht zwar nach einem großen Aufwand aus, ist in Wirklichkeit aber meistens längst nicht so schlimm und den Aufwand auf jeden Fall wert!

Bachelor-Studiengänge

Informatik

Da alle unsere Studiengänge informatikbezogen sind, wird dieser Studiengang auch als „Allgemeine Informatik“ oder „Bachelor Informatik“ bezeichnet, um ihn besser von den anderen Studiengängen unterscheiden zu können.

Informatik ähnelt SSE gerade in den ersten 3 Semestern sehr (die ersten 2 Semester sind identisch!), wodurch sich Informatiker und SSEler häufig gegenseitig helfen können.

Zusammenfassung der einzelnen Module

Der Informatikstudiengang mit Studienziel Bachelor of Science (B.Sc.) an der Universität Hamburg besteht aus Veranstaltungen der folgenden Kategorien:

Verantwortliche des Studiengangs

Ansprechpartner*innen sind (neben deinen OE-Tutoren):

Computing in Science

Der Bachelor-Studiengang “Computing in Science” (CiS) beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung computergestützter Methoden im Kontext der Naturwissenschaften, genauer in der Chemie, Biochemie oder Physik. Er soll als Grundlage für weitergehende Studien oder eine Tätigkeit im Bereich der angewandten Informatik im naturwissenschaftlichen Kontext dienen.

Dazu besteht CiS zu gleichen Teilen aus Informatik, Mathematik und deinem gewählten Schwerpunktfach, wobei du dich zunächst zwischen Biochemie und Physik entscheiden kannst. Im Schwerpunkt Biochemie kannst du dich später (im 4. FS) zwischen den Vertiefungen Chemie und Biochemie entscheiden.

Idee und Ziel des Studienfachs

Das CiS-Studium setzt das Studienziel im Gegensatz zur “reinen” Informatik auf den konkreten Transfer von mathematischen und informatischen Methoden auf die Problemstellungen im gewählten naturwissenschaftlichen Fach.

Dazu muss natürlich eine Wissensbasis im Schwerpunktfach vorhanden sein: Zusätzlich zu den mathematischen und informatischen Grundlagen wird deshalb über alle Semester verteilt Wissen aus der Biochemie oder Physik vermittelt.

Das Ziel des CiS-Bachelors ist es, dass du dich nicht nur bestens in der Informatik sowie der gewählten Naturwissenschaft auskennst, sondern dieses Wissen auch verbinden und somit konkrete naturwissenschaftliche Problemstellungen mit Hilfe der erlernten Methoden lösen kannst.

Themen im CiS-Studiengang

Der Bachelor-Studiengang “Computing in Science” gliedert sich thematisch in die vier Gebiete Informatik, Mathematik, dein naturwissenschaftliches Schwerpunktfach und die naturwissenschaftliche Informatik (die CiS-eigenen Module).

Informatik, Mathematik und das Schwerpunktfach umfassen jeweils ca. 30%, der CiS-Bereich 10% des gesamten Studienumfangs.

Der CiS-Bereich dient dabei der Verbindung der Informatik mit dem naturwissenschaftlichen Kontext, während im Informatik- und Mathematikbereich sowie im Schwerpunktfach bereits bestehende Module der einzelnen Fachbereiche in den Studiengang eingebunden werden.

Das bedeutet natürlich auch, dass du während des Studiums außer Studierenden der Informatik auch solche der Physik, Chemie und Biochemie (Molecular Life Sciences) und ihre Fachbereiche zu Gesicht bekommst. Für ein abwechslungsreiches Studium ist also gesorgt!

Gegenüber dem Informatik-Bachelorstudiengang entfallen einige Module, wie z.B. Rechnerstrukturen (RS) oder Informatik im Kontext (IKON). Einen Großteil davon kannst du jedoch im Wahlpflichtbereich belegen.

Übersicht über die Module

Im CiS-Studiengang gehören folgende Module zum Informatikbereich:

Diese Veranstaltungen wirst du zusammen mit Studierenden der Informatik haben.

Aus der Mathematik kommen folgende Module:

Auch diese Modulveranstaltungen finden zusammen mit Studierenden der entsprechenden Fächer statt.

CiS-spezifische Module, welche dir die Kompetenzen zur Modellierung und Lösung naturwissenschaftlicher Fragestellungen im Schwerpunktfach durch mathematisch-informatische Methoden vermitteln sollen, werden sein:

Darüber hinaus kommen noch die Module des Schwerpunktfachs hinzu, die sich auf die ersten fünf bis sechs Semester verteilen. Diese Module werden von den jeweiligen Fachbereichen angeboten und stammen direkt aus entsprechenden Studiengängen (Chemie oder Physik). Dies hat den Vorteil, dass du kein speziell gefiltertes Wissen präsentiert bekommst, sondern die gleichen Inhalte wie Bachelorstudierende der jeweiligen Fächer, so dass du dich später im Studium (und danach) auch mit fortgeschrittenen Themen aus deinem Schwerpunktfach beschäftigen (und in Physik sogar ein Masterstudium anschließen) kannst.

In beiden Schwerpunkten kann nach dem Bachelor ein Informatik-Masterstudium begonnen werden.

Schwerpunktfach Biochemie

Das Schwerpunktfach Biochemie vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen, Methoden und Fertigkeiten in Chemie und Biochemie. In den ersten Semestern wird zunächst chemisches Grundlagenwissen vermittelt, wobei in Anorganischer Chemie (1. Fachsemester) und in Organischer Chemie (2. Fachsemester) jeweils ein Laborpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit anfällt. Nach dem 3. Fachsemester muss man sich für eine Spezialisierung auf Biochemie oder reine Chemie entscheiden.

Mit diesem Schwerpunktfach kannst du nach dem Bachelor den Masterstudiengang Bioinformatik belegen – unabhängig von der Wahl der Vertiefung.

Vertiefung Biochemie

Ab dem 4. Semester liegt der Fokus auf Veranstaltungen zur Biochemie, inklusive des Biochemischen Praktikums in der vorlesungsfreien Zeit im 5. Fachsemester oder schon im 4. – dann allerdings ohne Platzgarantie. Es wird nicht nur biochemisches Fachwissen z.B. zu Enzymen oder DNA behandelt, sondern vor allem viel Methodik (z.B. Analysemethoden). Außerdem kann im Wahlpflichtbereich im 5. Semester zwischen den Bioinformatik-Modulen Grundlagen der Sequenzanalyse und Grundlagen der Strukturanalyse gewählt werden.

Vertiefung Chemie

Ab dem 4. Semester werden vertiefende Kenntnisse in Chemie vermittelt. Dieser Schwerpunkt ist eher theoretisch ausgerichtet und beinhaltet die Module Physikalische Chemie III (Quantenmechanik), Grundlagen der Chemieinformatik und Einführung in die theoretische Chemie.

Schwerpunktfach Physik

Im Schwerpunktfach Physik werden Grundlagenkenntnisse und Methoden der Physik vermittelt. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der theoretischen Physik, vor allem auf dem für CiS wichtigen Bereich Computational Physics.

In den ersten Semestern wird zunächst physikalisches Grundlagenwissen gelehrt. Dies beinhaltet auch ein physikalisches Praktikum im dritten Fachsemester, das sich aber schon nach dem ersten Semester oder zweiten anbietet. Ab dem vierten Fachsemester schließt sich mit den Theoriemodulen, Computational Physics und Physik IV oder VI eine Vertiefung physikalischer Kenntnisse an. Physik V ist auch möglich, findet allerdings im Wintersemester statt.

Insgesamt enthält der Schwerpunkt Physik die folgenden Module:

Mit diesem Schwerpunktfach kannst du nach dem Bachelor ein Masterstudium in Physik beginnen, wenn du “Mathematik für Physiker III”, sowie im Wahlpflichtbereich 2 “Theoretische Physik III” und das Fortgeschrittenenpraktikum belegst.

Wahlpflicht

Der Wahlpflichtbereich 2 im fünften und sechsten Fachsemester des CiS-Bachelors ermöglicht eine Erweiterung des Informatik- oder Mathematikanteils (im Schwerpunkt Physik sind auch Physik-Module wählbar, siehe oben). Insgesamt kommen so 18 Leistungspunkte zusammen.

Aus der Informatik stehen Module wie Rechnerstrukturen und fast alle Wahlpflichtmodule des Informatik-Bachelors zur Wahl.

Verantwortliche des Studiengangs

Für CiS verantwortlich ist die Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN):

Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Zentrum für Bioinformatik (ZBH)
Bundesstr. 43
20146 Hamburg

Gerade bei einem fachbereichsübergreifenden Studiengang wie CiS solltest du nicht zögern, bei Fragen den Kontakt zu suchen. Ansprechpartnerin für die CiS-Studienberatung ist:

Dagmar Schacht
dagmar.schacht@informatik.uni-hamburg.de
040 42883-2219
Raum A-304 am Informatikum

Einmal pro Semester findet der sogenannte “Round Table” statt. Dort treffen sich alle interessierten CiS-Studierenden mit den für den Studiengang verantwortlichen Personen aus dem Studienbüro, dem Zentrum für Bioinformatik und dem Fachbereich Physik, um über die Studienbedingungen und deren Verbesserung zu diskutieren. Dies ist eine tolle Gelegegenheit für dich, dein Feedback zum Studiengang einzubringen und Einfluss auf dessen Gestaltung (und damit auf dein weiteres Studium) zu nehmen und dich mit Profs und CiSler*innen aus höheren Semestern auszutauschen. Hingehen lohnt sich also!

Infos zu den anderen Fachbereichen

Da du sozusagen “zwischen” den Fachschaften studierst und daher viele Module zusammen mit Studierenden deines Schwerpunktfachs zusammen belegst, kann es hilfreich sein neben der Informatik-Fachschaft auch die deines Schwerpunktfachs kennenzulernen. Hier die Webseiten der anderen Fachschaften:

Da die Schwerpunktfachmodule größtenteils von den jeweiligen Fachbereichen organisiert werden, kann es manchmal nötig sein, sich bei konkreten Fragen zu diesen Modulen an das jeweils zuständige Studienbüro zu wenden. Die Webseiten der Studienbüros sind:

Mensch-Computer-Interaktion

Mensch-Computer-Interaktion, kurz MCI, wird seit 2009 an der Uni Hamburg angeboten.

Idee und Ziel des Studienfachs

Der Studiengang soll, wie der Name andeutet, die Interaktion und Kommunikation von Menschen mit und durch Computer zum Thema haben und dadurch eine alternative Herangehensweise bzw. zusätzliche Blickwinkel für die Entwicklung von Informatiksystemen bieten.

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Psychologie, aber auch Linguistik, Erziehungswissenschaften und weiteren Fächern (z.B. Design) soll dir ermöglicht werden, die Gestaltung von Soft- und Hardware anhand der Anforderungen der Nutzer*innen zu erforschen.

Das Kernthema des Studiengangs, die Interaktion zwischen Mensch und Computer, erstreckt sich von der sinnvollen Gestaltung traditioneller Oberflächen (wie werden Dialogfenster intuitiv konzipiert und gestaltet?) bis zur Entwicklung innovativer Interaktionsformen im Bereich multimodaler Eingaben oder Virtual Environments, endend bei aktuellen Forschungsgebieten wie neuralen Interfaces (Steuerung von Computern per Gedanken).

Die Grundlagen hierfür stammen aus der Informatik und der Psychologie.

In den ersten Semestern laufen die Informatik- und Psychologie-Anteile bis auf wenige thematische Überschneidungen größtenteils unabhängig nebeneinander her. In den späteren Semestern finden sich dann vermehrt Module, welche die Inhalte beider Richtungen vereinen, so dass spätestens dort sichere Kenntnisse in beiden Bereichen nötig sind.

Wie auch die anderen Bachelor-Studiengänge endet der Studiengang MCI mit einer Bachelorarbeit.

Themen im MCI-Studiengang

Als MCI-Studierende*r bist du trotz Psychologie-Komponenten Informatiker*in. Das zeigt sich besonders an den sehr ähnlichen Studieninhalten.

Zusammenfassung der einzelnen Module

Grundlegende Studieninhalte sind:

Wahl / Wahlpflicht

Der MCI-Studiengang hat einen großen Wahlbereich und einen kleineren Wahlpflichtbereich.

Der Wahlbereich ist mit 28 LP recht umfangreich und erstreckt sich planmäßig vom zweiten, beziehungsweise laut empfohlenem Studienplan mit den integrierten Modulen Interaktive Medien und Interaktive Computergrafik vom vierten Semester, bis zum sechsten Semester. Hier können prinzipiell alle Module und Lehrveranstaltungen der Universität Hamburg gewählt werden, die deine Interessen ansprechen (und sich im Idealfall sinnvoll mit dem MCI-Studiengang ergänzen). Für die Fachrichtungen Informatik, Linguistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Erziehungswissenschaften liegen unter https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/bachelor/mci/electives.html Wahlempfehlungen vor. Willst du Veranstaltungen außerhalb dieses Empfehlungskatalogs belegen, empfiehlt es sich, die Wahl mit dem Prüfungsausschuss-Vorsitzenden (Prof. Steinicke) abzuklären. Es hat sich herausgestellt, dass die Vergabe von Plätzen außerhalb der Informatik häufig sehr schwierig ist, da die verschiedenen Fachbereiche immer zuerst ihre eigenen Studiengänge bedienen müssen. Garantien kann der Fachbereich Informatik leider immer nur für die Angebote zur Informatik geben. Daher lohnt es sich, sich rechtzeitig Gedanken zu machen, Verantwortliche zu kontaktieren und für seine Wunschveranstaltung in Aktion zu treten!

In den Wahlpflichtbereichen wird eine Wahl aus verschiedenen Modulen getroffen. Beispiele sind logische oder funktionale Programmierung im Bereich Softwareentwicklung III und Entwicklungspsychologie, Biopsychologie oder Differenzielle Psychologie. Der Wahlpflichtbereich in der Informatik bietet auch die Möglichkeit, das jeweils andere Modul in einem späteren Semester zusätzlich zu belegen (im Wahlbereich). Im Wahlbereich können zudem die Vorlesungen der Module belegt werden, die nicht im Wahlpflichtbereich Psychologie gewählt wurden (für 1 LP ohne Prüfung).

Spezialitäten

Im Studiengang MCI ist eine Prüfungsform vorgesehen, die in den anderen Informatik-Studiengängen nicht vorkommt: Zusätzlich zu den schriftlichen Klausuren oder mündlichen Prüfungen am Ende des ersten Modulsemesters (die meisten Psychologiemodule laufen über zwei Semester) müssen in den Seminaren des zweiten Modulsemesters semesterbegleitende Prüfungsleistungen erbracht werden, welche bestanden werden müssen, um das Modul abschließen zu können. Dies ist in den meisten Fällen ein Referat oder eine Hausarbeit. Diese semesterbegleitenden Prüfungsleistungen werden nicht benotet, es wird lediglich zwischen “bestanden” und “nicht bestanden” unterschieden.

Außerdem wird dir beim Anschauen des Aufbaus des MCI-Studiengangs das “VPS” aufgefallen sein. Hierbei handelt es sich um sog. Versuchspersonenstunden aus der Psychologie. Sie bestehen darin, an Experimenten teilzunehmen oder von Mitstudierenden aus der Psychologie gestaltete Fragebögen auszufüllen – online (max. 30%) oder vor Ort – um die gemeinsame Forschung zu fördern. Anmelden kannst du dich dafür bei SONA (näheres dazu erfährst du in deiner ersten Psychologie Vorlesung und/oder von deinem*deiner Tutor*in). Es ist auch möglich (und empfehlenswert) VPS am Informatikum zu erwerben, diese bekommst du in Papierform bescheinigt. Wann und wo du am Informatikum VPS bekommen kannst, erfährst du per E-Mail – über den MCI-Verteiler – oder direkt von den Versuchsleiter*innen.

Verantwortliche des Studiengangs

Ansprechpartner*innen sind (neben deinen OE-Tutor*innen):

Infos zum Fachbereich Psychologie

Als Anfänger*in im Studiengang MCI wirst du viel Zeit am Fachbereich Psychologie verbringen.

Die Vorlesungen der Psychologie finden typischerweise im Uni-Hauptgebäude (ESA), im Hörsaal der Erziehungswissenschaften (Erzwiss), im Philosophenturm oder im Audimax statt. In einigen Modulen finden auch sogenannte “Übungen” statt, die eine ergänzende Vorlesung darstellen. Begleitet werden die Module manchmal noch im selben Semester von einem Seminar, meistens kann dieses jedoch erst im nächsten Semester belegt werden.

Bei Fragen und Problemen zu Dingen, die die Psychologie betreffen, steht dir der FSR Psychologie mit Rat und Tat zur Seite. Er bietet jede Woche Beratungszeiten, während denen du direkt und vertraulich mit erfahrenen Psychologie-Studierenden sprechen kannst, die weitere Kontakte zu Dozent*innen und Fachbereichsverantwortlichen haben. Genau wie wir Informatik-Studierenden kennen auch die Psychologie-Studierenden ihre Professor*innen bereits gut und können mit dir über typische Schwierigkeiten und Fallstricke sprechen.

Zwischen den Fachschaftsräten Informatik und Psychologie wurde zwecks Koordination des MCI-Studiengangs ein lebendiger Kontakt aufgebaut, so dass Absprachen untereinander und Suche nach Lösungen für gemeinsame Probleme kein Hindernis darstellen sollten.

Der FSR Psychologie hat eine Website https://fsrpsychologie.wordpress.com/ und ist auch per E-Mail zu erreichen: fsr-psychologie@uni-hamburg.de.

Falls dir auf diesem Wege wider Erwarten nicht geholfen werden kann, kannst du auch beim Studienbüro Informatik (studienbuero@informatik.uni-hamburg.de) oder beim Studienbüro Psychologie (https://www.psy.uni-hamburg.de/studium/studien-und-pruefungsbuero/kontaktformular-studierende.html) Hilfe erhalten und Beratungsgespräche vereinbaren.

Software-System-Entwicklung

Der Studiengang „Software-System-Entwicklung“ stellt ein praxisorientiertes Informatikstudium dar. SSE stellt die Praxis des*der Informatiker*in in den Mittelpunkt (wobei natürlich die Theorie auch eine wichtige Rolle spielt) und lehrt eher die Entwicklung von Software-Systemen, die Planung im Vorfeld, die Analyse bestehender Systeme und die in Teamarbeit wichtigen sogenannten “Soft Skills”.

Informatik und SSE ähneln sich gerade in den ersten 3 Semestern sehr (die ersten 2 Semester sind identisch!), wodurch sich Informatiker und SSEler häufig gegenseitig helfen können.

Hervorzuheben ist hierbei, dass SSE im Gegensatz zu den anderen Informatikbezogenen Studienfächern im Verlauf des Studiums ein Industrie-Praktikum vorsieht, welches unter anderem besonders nützlich ist, um früh Kontakte in der Branche zu knüpfen. Außerdem erfahrt ihr frühzeitig, welche Fähigkeiten im Berufsleben besonders gefragt sind und könnt euch besser darauf einstellen.

Am Ende eures Studiums, welches wie alle Bachelor-Studiengänge mit einer Bachelorarbeit endet, werdet ihr solide Kenntnisse im Bereich Softwareentwicklung und Softwaretechnik haben, die dafür notwendigen theoretischen Grundlagen verstehen und eine nicht zu verachtende Erfahrung im Umgang mit Software-Projekten und erforderlicher Teamarbeit haben.

Zusammenfassung der einzelnen Module

Grundlegende Studieninhalte sind:

Die Module Softwareentwicklung 1 und 2 (SE1/2), Softwaretechnik (SWT) und das Softwareentwicklungs-Praktikum (SEP) dienen zum Erlernen und Vertiefen der Programmierkenntnisse.

Die mathematischen und theoretischen Grundlagen werden euch durch die Module Mathematik für Studierende der Informatik, das sich über die ersten zwei Semester erstreckt, Rechnerstrukturen (RS), Formale Grundlagen der Informatik 1 (FGI1) und Grundlagen von Datenbanken (GDB) vermittelt.

Grundlagen des Projektmanagements erfahrt ihr durch die Module Projektmanagement sowie generell bei SE1, SE2 und SWT.

Mit den Modulen Methoden-Kompetenz (MK) und Proseminar (PS) werden explizit eure “Soft Skills” bzw. allgemeine Kompetenzen verbessert, wobei man diese im Studium automatisch vertieft und alle Module dazu beitragen, diese Kompetenzen zu erweitern.

Kompetenz bei Teamarbeit wird während des gesamten Studiums verlangt und demzufolge auch trainiert, denn Informatik bzw. SSE ist kein Bereich, in dem Einzelgänger* innen gefragt sind! Entgegen dem gängigen Klischee sollten Software-Entwickler*innen sehr teamfähig sein.

Wahlpflicht und freier Wahlbereich

Es gibt im SSE-Studiengang mehrere Punkte, an denen zwischen verschiedenen Veranstaltungen gewählt werden kann.

Wahlpflicht-Module befassen sich dabei immer mit Themen der Informatik, reichen dabei aber von purer Theorie wie z.B. FGI2, welches die Theorie aus FGI1 vertieft, bis hin zur Praxis wie SE3, welches weitere Programmierparadigmen lehrt.

Im freien Wahlbereich ist es möglich, Module auch außerhalb der Informatik zu wählen. Dabei sollen Bereiche kennengelernt werden, in denen Informationssysteme angewendet werden.

Verantwortliche des Studiengangs

Ansprechpartner*innen sind (neben deinen OE-Tutor*innen):

Informatik auf Lehramt

Zusammenfassung der einzelnen Module

Das Lehramtsstudium Informatik ist ein Studiengang der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft und wird in Zusammenarbeit mit der Fakultät Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften angeboten. Lehramtsstudierende mit dem Studiengang Lehramt Informatik der Primarstufe und Sekundarstufe I sowie Lehramt an Gymnasien als 1. Unterrichtsfach oder 2. Unterrichtsfach studieren in Modulen aus drei Teilgebieten.

Studium der Informatik

Dies ist der Teil, welcher von der Fakultät Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften angeboten wird und besteht im Grundlegenden aus den gleichen Teilen wie der reine Studiengang Informatik, nur müssen weniger Module belegt werden.

Studium des zweiten Unterrichtsfaches

Was im zweiten Unterrichtsfach gelehrt wird, oder was du darüber wissen solltest, ist abhängig vom gewünschtem Fach. Wenn du Fragen hast, solltest du dich an die Studienfachberatung wenden, welche für dieses Fach zuständig ist.

Lehramtsstudierende mit dem Studiengang Lehramt Informatik an beruflichen Schulen (LAB) setzen sich im Gegensatz zu den anderen Lehramtsstudierenden statt mit einem zweiten Unterrichtsfach mit ihrer beruflichen Fachrichtung auseinander.

Studium der Erziehungswissenschaft und Pädagogik

Dies ist ein wichtiger Teil in deiner Lehramtsausbildung, da du, wenn auch nur theoretisch, in die Wissenschaft der Erziehung, sowie der Pädagogik eingeführt wirst und für den Lehramtsberuf wichtige Erkenntnisse sammeln kannst.

Wirtschaftsinformatik

Den Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik gibt es seit dem Wintersemester 2006. Zum Wintersemester 2009/2010 wurde zum ersten Mal der gleichnamige Masterstudiengang angeboten, um dem ersten Jahrgang einen direkten Anschluss zu ermöglichen. Beide Studiengänge wurden aus dem gleichnamigen Diplomstudiengang entwickelt.

Wie in den Studiengängen Computing in Science (CiS), Mensch-Computer-Interaktion (MCI) und Software-System-Entwicklung (SSE) ist die Informatik in diesem Studiengang nur ein Teilbereich, wobei sie in den ersten Semestern sehr stark vertreten ist. Daher wirst du als Studierende*r der Informatik vermutlich einige Wirtschaftsinformatiker*innen in deinen Vorlesungen – und vor allem in den Übungen – kennen lernen. Auch die Module aus der Mathematik werden die Wirtschaftsinformatiker*innen mit dir belegen.

Neben den Modulen der Informatik besuchen Studierende der Wirtschaftsinformatik Module des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre (BWL). Das sind meistens sehr große Veranstaltungen mit mehreren hundert Studierenden aus unterschiedlichen Studiengängen (z.B. Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsmathematik, Handelslehramt und natürlich BWL). Die einzelnen Vorlesungen werden im Regelfall zweimal gehalten, um den unterschiedlichen Stundenplänen gerecht zu werden. Eine Veranstaltung hat dann um die 16 Übungsgruppen. Die Module der BWL werden von der Fakultät für Betriebswirtschaft angeboten.

Den dritten großen Block bilden die spezifischen Module der Wirtschaftsinformatik. Sie werden teils vom Fachbereich Informatik und vom Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) angeboten, welches der Fakultät für Betriebswirtschaft angehört. Die meisten Module des IWI sind für die Studierenden der BWL als Vertiefung wählbar und du kannst einige davon als Studierende*r der Informatik in deinem freien Wahlbereich besuchen.

Alle nötigen Informationen findest du auch auf der Homepage des Fachbereichs Informatik unter http://www.inf.uni-hamburg.de/de/studies/bachelor/wiinf/.

Themen und Ziele des Studiengangs

Die Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich mit der Planung und Anwendung von computergestützten Informationssystemen zur Koordination und Verbesserung von wirtschaftlichen Geschäftsprozessen.

Man kann sich Wirtschaftsinformatiker*innen als Vermittler zwischen den beiden Disziplinen der BWL und der Informatik vorstellen. Beide Disziplinen haben unterschiedliche Fachsprachen und Denkweisen, mit denen produktiv gearbeitet wird. Eine Kommunikation untereinander gestaltet sich aber unter Umständen schwierig. Wie oben schon an der Struktur des Studiengangs ersichtlich wird, ist ein*e Studierende*r der Wirtschaftsinformatik in den Veranstaltungen der beiden unterschiedlichen Studiengänge direkt eingebunden. Es besteht also die Möglichkeit beide Fachsprachen und Denkweisen zu erlernen und zwischen beiden zu vermitteln.

Während des Studiums erlernt man technisches, logisches und mathematisches Wissen, z.B. welche unterschiedlichen Möglichkeiten des Datenbankaufbaus es gibt, wann ein Problem als unlösbar eingestuft werden kann und wie Extrema in mehrdimensionalen Räumen gefunden werden können. Aus dem Bereich der BWL wird ökonomisches und rechtswissenschaftliches Wissen vermittelt. Das sind teilweise recht konkrete Methoden, z.B. die Buchungssätze in der doppelten Buchhaltung oder wann AGBs wirksam in einen Vertrag einbezogen sind. Aber auch recht theoretische Teile werden gelehrt, z.B. verschiedene Theorien zu unterschiedlichen Führungsstilen oder wie der optimale Preis im vollkommenen Markt zustande kommt.

Neben dem Erwerb von Kenntnissen zu aktuellen Themen geht es im Studium der Wirtschaftsinformatik insbesondere darum, ein solides theoretisches und methodisches Wissen für den Prozess des lebenslangen Lernens zu vermitteln.

Module des Studiengangs

Pflicht- und Wahlpflichtbereich

Bei den Modulen wird zwischen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen unterschieden. Die Pflichtmodule müssen belegt werden, aus den Wahlpflichtmodulen wird aus verschiedenen Modulen gewählt. Auch kann das Projekt am Institut für Wirtschaftsinformatik oder am Fachbereich Informatik absolviert werden.

Im Rahmen der Umgestaltung der Fachspezifischen Bestimmungen des Studiengangs ist der Wahlpflichtbereich sehr groß geworden. Es besteht also die Möglichkeit einen großen Teil des Studiums selbst zu gestalten. Zu beachten ist hier, dass einige Module andere Module als Voraussetzung haben. Es ist also nicht immer möglich, alle Module zu wählen. Zu Beginn des Studiums einen genauen Plan zu erstellen, ist daher sinnvoll.

Im Wahlpflichtbereich müssen wenigstens 9 LP im Bereich Wirtschaftsinformatik, 18 LP im Bereich Informatik, 12 LP im Bereich Mathematik und 18 LP im Bereich BWL belegt werden.

Freier Wahlbereich

Der freie Wahlbereich hat einen Umfang von 9 Leistungspunkten. Hier können beliebige Kurse aus dem Angebot sämtlicher Studiengänge der Universität Hamburg belegt werden. Der Prüfungsausschussvorsitzende kann hier Empfehlungen zu Modulen geben, die eine sinnvolle Ergänzung sind.

Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit wird im sechsten Semester fällig und gibt deinem Studium eine persönliche Note. Mit der Arbeit hast du die Möglichkeit, dich von deinen Kommilitonen zu unterscheiden, da – im Gegensatz zum Rest des Studiums – nur du selbst dein Thema so intensiv bearbeitet hast. Es kann ein Thema der Wirtschaftsinformatik, der BWL oder der Informatik gewählt werden. Wichtig ist aber, dass bei Themen aus der BWL oder der Informatik ein Bezug zur Wirtschaftsinformatik hergestellt wird.

Informatik als Nebenfach oder im Wahlbereich

Als Studierende*r mit Informatik als Nebenfach oder im Wahlbereich wirst du fast die gleichen Module belegen, wie die Studierenden der Informatik-Studiengänge in den ersten Semestern. Von unserem Fachbereich wird zunächst die Teilnahme an den Modulen Softwareentwicklung I und II vorgeschrieben. Dies bringt erste Grundlagen mit sich und erfordert keinerlei Vorkenntnisse.

Die restlichen Module, die du am Fachbereich Informatik belegen kannst, hängen von deinem Hauptstudienfach und deinen Interessen ab. Die gesamte Liste inklusive Empfehlungen kannst du auf den Fachbereichsseiten (https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/others/minor.html und https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/others/electives.html) finden.

Modulpläne

Im folgenden findest du alle Modulpläne, die sogenannten Tetrisse (woher der Name kommt, kannst du dir sicherlich denken).

Dabei handelt es sich um eine graphische Auflistung der Pflichtmodule und Wahl-/Wahlpflichtbereiche. Die Anordnung ist jedoch nicht vorgeschrieben, sondern lediglich ein Vorschlag, an dem du dich für dein Studium orientieren kannst. Besonders für Teilzeitstudierende, Wiederholende und individuell studierende weicht dies in den späteren Semestern stark vom tatsächlichen Studienplan ab.

B.Sc. Informatik
B.Sc. Informatik
B.Sc. Computing in Science (Physik)
B.Sc. Computing in Science (Physik)
B.Sc. Computing in Science (Biochemie/Chemie)
B.Sc. Computing in Science (Biochemie/Chemie)
B.Sc. MCI (Entwicklungspsychologie)
B.Sc. MCI (Entwicklungspsychologie)
B.Sc. MCI (Biopsychologie/Differentielle Psychologie)
B.Sc. MCI (Biopsychologie/Differentielle Psychologie)
B.Sc. Software-System-Entwicklung
B.Sc. Software-System-Entwicklung
B.Sc. Lehramt an Beruflichen Schulen (LAB)
B.Sc. Lehramt an Beruflichen Schulen (LAB)
B.Sc. Lehramt an Gymnasien (1. Unterrichtsfach)
B.Sc. Lehramt an Gymnasien (1. Unterrichtsfach)
B.Sc. Lehramt an Gymnasien (2. Unterrichtsfach)
B.Sc. Lehramt an Gymnasien (2. Unterrichtsfach)
B.Sc. Lehramt an Primar- und Sekundarstufe
B.Sc. Lehramt an Primar- und Sekundarstufe
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
B.Sc. Wirtschaftsinformatik

Master-Studiengänge

Master Informatik

Bei dem Masterstudiengang handelt es sich um einen konsekutiven (d.h. auf dem vorangehenden Bachelor aufbauenden), forschungsorientierten Studiengang. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester (2 Jahre). Folgende Fähigkeiten sollen hier vertieft werden:

Der Master-Studiengang Informatik vermittelt den Studierenden verstärkt die Fähigkeit zur forschungsorientierten, wissenschaftlichen Arbeit.

Bewerbung zum Master

Wenn du hier den Bachelor in einem Informatik-Studiengang bestanden hast, kannst du dich für den Master-Studiengang bewerben.

Bewerben kannst du dich über ein Onlineformular in STiNE. Weitere Informationen dazu sind unter http://www.uni-hamburg.de/campuscenter/bewerbung/master.html zu finden. Dieses musst du sowohl online ausfüllen und einschicken, als auch ausdrucken und mit einigen Dokumenten (Kopien, keine Originale) wie z.B. dem Bachelor-Zeugnis einreichen. Zusätzlich muss ein Motivationsschreiben auf Englisch abgegeben werden, warum du dich für das Masterstudium interessierst und warum du besonders für das Studium geeignet bist.

Unter http://www.inf.uni-hamburg.de/de/studies/master/inf findest du weitere Informationen. Bitte lies dort noch einmal nach, weil du dort den aktuellen Stand findest.

Zum Master-Studiengang Informatik kannst du dich sowohl im Winter als auch im Sommer bewerben.

Aufbau und Verlauf des Master-Studiengangs Informatik

Der Master-Studiengang Informatik besteht aus einem allgemeinen Pflichtbereich, einem Wahlpflichtbereich, einem Vertiefungsbereich, einem freien Wahlbereich und der Abschlussarbeit.

Der Master-Studiengang ist wie der Bachelor-Studiengang konsequent modularisiert (siehe auch den Modulplan). Entsprechend müssen alle Studienleistungen durch das Absolvieren von Modulen erbracht werden. Im Vergleich zum Bachelor-Studiengang ist der Anteil der Module im Pflichtbereich deutlich kleiner. Man hat also im Master mehr Möglichkeiten, sich zu vertiefen und zu spezialisieren.

Pflicht

Der allgemeine Pflichtbereich besteht seit dem Wintersemester 2018/19 nur noch aus einem Projekt mit integriertem Seminar. Für dieses Modul hast du, wie für die anderen auch, 3 Versuche.

Projekt

Im Master-Studiengang ist unter anderem ein Projekt-Modul mit dem Umfang von insgesamt 12 Leistungspunkten (LP) vorgesehen. In das Projekt-Modul ist ein Seminar im Umfang von 3 LP integriert.

Bei der Erstellung des individuellen Studienplans solltest du dem Projekt besondere Aufmerksamkeit widmen, da es in der Planung etwas komplizierter ist als andere Module. Projekte werden sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester angeboten. Außerdem können Projekte in einem Semester oder über zwei Semester verteilt durchgeführt werden. Darum solltest du bei der Planung deines Studiums darauf achten, wann und über welchen Zeitraum das Projekt, an dem du teilnehmen möchtest, angeboten wird.

Wahlpflicht

Im Wahlpflichtbereich sind insgesamt 3 Wahlpflichtmodule zu belegen. Zur Auswahl stehen im Wintersemester die Module Analyse randomisierter Algorithmen, Knowledge Work and Knowledge Management, Kryptographie, Multidimensionale und multimodale Signale, Security by Design und Algorithmik. Im Sommersemester finden die Module Datenbanken und Informationssysteme, Interactive Game Development, Empirical Software Engineering, Methoden des Algorithmenentwurfes, Modellierung verteilter Systeme und Maschinelles Lernen statt.

Die Modulbeschreibungen findest du im Modulhandbuch auf der Seite des Studienbüros, sowie eine grafische Übersicht auf https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/master/inf/inf-required-electives-overview-2018.pdf.

Wahlpflicht Theorie

In diesem speziellen Wahlpflichtbereich ist ein Modul aus der theoretischen Informatik mit 9 LP zu belegen. Zur Zeit stehen dort im Wintersemester die Module Algorithmik, Analyse randomisierter Algorithmen und Kryptographie und im Sommersemester die Module Methoden des Algorithmenentwurfes und Maschinelles Lernen zur Verfügung. Ein Modul, das hier in diesem Bereich gewählt wurde, kann nicht im Wahlpflichtbereich noch einmal belegt werden. Module, die hier nicht belegt werden können hingegen jederzeit im Wahlpflichtbereich gewählt werden.

Vertiefung

Früher war es verpflichtend zu Beginn deines Masterstudiums dich für ein Vertiefungsgebiet zu entscheiden. Diese Pflicht ist mit den FSBs von 2013 entfallen. Du musst drei Vertiefungsmodule absolvieren und kannst diese frei aus einem großen Angebot wählen. Typischerweise bietet jeder Arbeitsbereich ein bis drei Vertiefungsmodule an, die meistens jährlich, teilweise aber auch seltener oder unregelmäßig stattfinden. Das Angebot an Vertiefungsmodulen unterliegt einem ständigen Wandel, deshalb informiere dich bitte auf den Seiten des Studienbüros und in der unter Wahlpflicht verlinkten PDF.

Freier Wahlbereich

Im freien Wahlbereich kannst du alles wählen, was du noch nicht belegt hast. Dies beinhaltet fast alle Module an der gesamten Universität. Du kannst auch weitere Module der Informatik wählen, solange nicht alle Plätze in dem Modul belegt sind. Ein zweites Projekt kann in Ausnahmefällen, z.B. weil es die Masterarbeit vorbereitet, belegt werden. Module der BWL können nicht mehr gewählt werden, da es Probleme mit der BWL-Fakultät gab. Der freie Wahlbereich umfasst 24 Leistungspunkte.

Bioinformatik

Bei dem Masterstudiengang Bioinformatik handelt es sich um einen forschungsorientierten Studiengang. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester (2 Jahre). Das Studium bietet dir die Möglichkeit dich in einem von drei Bereichen zu spezialisieren:

Der Master-Studiengang Bioinformatik vermittelt den Studierenden verstärkt die Fähigkeit zur forschungsorientierten, wissenschaftlichen Arbeit.

Bewerbung zum Master Bioinformatik

Wenn du hier den Bachelor Computing in Science, Schwerpunkt Biochemie/Chemie, bestanden hast, kannst du dich für den Master Bioinformatik bewerben. Ebenfalls bewerben kannst du dich mit deinem ersten Hochschulabschluss (Bachelor of Science, Bakkalaureat, Diplom oder Staatsexamen) in den Fächern

Bedingung hierbei ist, dass du jeweils 5 Leistungspunkte aus 3 der folgenden Fachgebiete

erreicht hast.

Bewerben kannst du dich über ein Onlineformular, welches unter https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/master/bioinf/bioinf-application.html zu finden ist. Dieses musst du sowohl online ausfüllen und einschicken, als auch ausdrucken und mit einigen Dokumenten (Kopien, keine Originale) wie z.B. Bachelor-Zeugnis einreichen.

Unter https://www.inf.uni-hamburg.de/de/studies/master/bioinf.html findest du weitere Informationen. Bitte lies dort noch einmal nach, weil du dort den aktuellen Stand findest.

Aufbau und Verlauf des Master-Studiengangs Bioinformatik

Der Master-Studiengang Bioinformatik besteht aus einem Angleichungsbereich, einem allgemeinen Pflichtbereich, einem Wahlpflichtbereich, einem freien Wahlbereich und der Abschlussarbeit.

Der Master-Studiengang ist wie der Bachelor-Studiengang konsequent modularisiert (siehe Modulplan im Tetris). Entsprechend müssen alle Studienleistungen durch das Absolvieren von Modulen erbracht werden.

Angleichungsbereich

Der Angleichungsbereich besteht aus 3 Modulen mit insgesamt 18 Leistungspunkten. Die Module dieses Bereichs stammen aus den Bereichen Chemie, Biologie, Informatik und Bioinformatik und dienen zum Angleichen der Grundausbildung der Masterstudierenden in diesen Fachgebieten. Wissen aus den Fachgebieten, die während des Bachelorstudiums nicht belegt wurden, kann hier erworben und nachgeholt werden. Fehlen dir z.B. aus einem Bachlorstudium Biologie Leistungspunkte in den Bereichen Algorithmen und Softwareentwicklung (s.o.), sollten hier u.a. die Module Softwareentwicklung I und Algortihmen & Datenstrukturen belegt werden.

Pflicht

Der allgemeine Pflichtbereich besteht aus den Modulen Grundlagen der Struktur- und Sequenzanalyse, Genominformatik, Struktur und Simulation und Chemieinformatik/Wirkstoffentwurf. Hinzu kommen zudem ein Seminar und ein Projekt, dessen Themen sich daran orientieren, welche Spezialisierung man gewählt hat.

Wahlpflicht

Im Wahlpflichtbereich sind insgesamt 3 Wahlpflichtmodule zu belegen. Zur Auswahl stehen zahlreiche Module aus der Informatik, Bioinformatik und den Lebenswissenschaften. Die Modulbeschreibungen findest du im Modulhandbuch auf https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/orga/mhb/modulhandbuch-2013.pdf

Freier Wahlbereich

Der Wahlbereich umfasst 6 Leistungspunkte. Zur Auswahl stehen hier alle Lehrangebote aller Fakultäten der Universität Hamburg. Die Flexibilität dieses Moduls macht auch besonders die Planung eines Auslandssemester leicht, da man bei der Wahl des Modules der Gastuniversität ungebunden ist.

Spezialisierung

Im Rahmen des Studiums kann, wie bereits erwähnt, eine Spezialsierung gemäß den Abteilungen des Zentrums für Bioinformatik (ZBH) gewählt werden. Die Wahl der Spezialisierung beeinflusst maßgeblich das Projekt und das Seminar, da sich die Themenbereiche dieser Module nach der Spezialisierung richten.

Genominformatik

Grundlage dieses Arbeitsgebietes sind die nun im industriellen Maßstab produzierten Sequenzen kompletter Genome, Genexpressionsdaten oder Massenspektroskopiedaten. Durch die nun vorhandene und weiter exponentiell wachsende Datenmenge sowie die Notwendigkeit, verschiedene Daten und Datenquellen zu kombinieren, ergibt sich eine Vielzahl von neuen Fragestellungen, für die neue Algorithmen und Datenstrukturen sowie flexible Softwaresysteme entwickelt werden müssen. Die Abteilung Genominformatik unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Kurtz beschäftigt sich mit eben diesen Fragestellungen und Forschungsgebieten.

Strukturelle Bioinformatik

Die Abteilung von Prof. Dr. Andrew Torda behandelt klassische Simulationsmethoden der Physik und Proteinbiochemie. Dabei geht es darum, Modelle zu entwickeln, die für spezielle Anwendungsgebiete zu guten Resultaten führen. Diese speziellen Modelle finden Anwendung bei der Vorhersage von Proteinstrukturen und bei der Entwicklung neuer Peptide mit bestimmten biochemischen Eigenschaften. Das Ziel dabei ist es, Methoden aus der Physik mit Evolutionsbiologie und experimentellen Ergebnissen zu verknüpfen.

Chemieinformatik / Wirkstoffdesign

Die Abteilung für Algorithmisches Molekulares Design unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Rarey, Leiter des ZBH’s, befasst sich mit der Entwicklung neuer Methoden und Software-Werkzeuge für das computergestützte molekulare Design (CAMD), bzw. Molecular Modelling. Immer dann, wenn Moleküle - von Makromolekülen bis zu niedermolekularen Verbindungen – mit speziellen biologischen und/oder chemischen Eigenschaften entwickelt werden, kommen computergestützte Verfahren zum Einsatz.

IT-Management und -Consulting

Der Studiengang IT-Management und -Consulting (ITMC) ist ein konsekutiver, d.h. auf einen Bachelorstudiengang aufbauender, Masterstudiengang, der in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg, Hamburg@Work und in Zusammenarbeit mit derzeit 19 Hamburger Unternehmen am Fachbereich Informatik angeboten wird. Er umfasst vier Semester Regelstudienzeit, inklusive der Anfertigung einer Masterarbeit im letzten Semester.

Der Master-Studiengang IT-Management und -Consulting bewegt sich fachlich zwischen der Informatik und der Wirtschaftsinformatik. Der Einfluss von IT-Innovationen auf die Gestaltung von Geschäftsmodellen, Unternehmensprozesse und globale Märkte ist überall sichtbar. Absolventinnen und Absolventen, die ein ausgeprägtes IT-Know-how mit Managementqualitäten, unternehmerischem Background, hoher Sozialkompetenz und einer guten Kommunikationsfähigkeit vereinbaren, werden daher von Unternehmen in Dienstleistung, Industrie und öffentlichem Dienst sowie Beratungsfirmen dringend gesucht.

Du erwirbst fundierte, wissenschaftliche Kenntnisse und bist gleichzeitig in ein Netz von Unternehmen eingebunden, in denen du Praktika, Projekte und die Masterarbeit absolvieren kannst. Internationale Erfahrung zu sammeln ist in diesem Studiengang durch Auslandspraktika oder Auslandssemester möglich.

Alle nötigen Informationen und die Förderunternehmen findest du auch auf der Homepage des Studiengangs unter http://www.informatik.uni-hamburg.de/itmc/.

Bewerbung

Da der Studiengang jeweils nur zum Wintersemester startet, ist der Bewerbungszeitraum im Sommer vom 1. Juni bis zum 15. Juli. Deine Bewerbung besteht aus zwei Teilen. Zuerst wird eine Online-Bewerbung ausgefüllt, zu der zusätzlich noch einmal alle Unterlagen in gedruckter Form eingereicht werden müssen. Diese müssen der Auswahlkommission bis spätestens 15. Juli vorliegen. Hierzu gehören unter anderem ein Motivationsschreiben in englischer Sprache, dein tabellarischer Lebenslauf sowie dein Bachelorzeugnis (falls schon vorhanden) oder eine Bestätigung aus dem Studienbüro, dass du im Begriff bist, alle Module bis zum Ende des Semesters abzuschließen. Genauere Informationen zur Bewerbung findest du auch unter https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/master/itmc/itmc-application.html.

Du kannst dich für diesen Masterstudiengang bewerben, wenn du bereits einen Bachelor Abschluss hast oder im Begriff bist, deine letzten Module eines Bachelorstudiengangs noch im Sommersemester abzuschließen. Eine Zulassung unter Vorbehalt ist ebenfalls möglich. Nähere Informationen hierzu findest du auf der oben genannten Webseite. In deinem Bachelor musst du mindestens 60 Leistungspunkte aus dem Bereich Informatik absolviert haben. Bei Absolventinnen und Absolventen anderer Universitäten muss die Vergleichbarkeit dieser 60 Leistungspunkte speziell geprüft werden und du musst der Bewerbung die Modulbeschreibungen deiner bisher absolvierten Kurse beilegen.

Aufbau und Verlauf des Studiengangs

Der Masterstudiengang IT-Management und -Consulting besteht aus Pflicht- und Wahlpflicht-Veranstaltungen sowie einer Veranstaltung im freien Wahlbereich und der abschließenden Masterarbeit. Einige Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Eine grobe Übersicht der möglichen zeitlichen Gestaltung des Studiums findest du in der Abbildung weiter unten. Die detaillierte Beschreibung kannst du im Modulhandbuch nachlesen. Diese findest du unter https://www.inf.uni-hamburg.de/de/studies/master/itmc.

Pflichtmodule

Die Pflichtmodule umfassen in den 4 Semestern insgesamt 57 Leistungspunkte (LP). Thematisch beinhalten sie das Kernthema IT-Innovation und -Transfer sowohl über wissenschaftliche Methoden und Konzepte als auch im direkten Anwendungsbezug. Die Module ITMC-Praktikum und ITMC-Projekt werden in der Regel in einem der Förderunternehmen absolviert.

Wahlpflicht

Der Wahlpflichtbereich umfasst insgesamt 27 LP. Er besteht aus einem Wahlpflichtbereich zum Thema IT-Management und einem zu IT-Entwicklung. Es sind in beiden Wahlpflichtbereichen jeweils 2 Module zu wählen, wobei im Bereich IT-Management mindestens 12 LP und im Bereich IT-Entwicklung mindestens 15 LP benötigt werden. Bitte beachte, dass nicht alle Module immer im Sommer- oder Wintersemester angeboten werden.

Freier Wahlbereich

Der freie Wahlbereich umfasst 6 LP. Hier kannst du beliebige Module aus den Vorlesungsverzeichnissen aller Fakultäten der Universität Hamburg auswählen, die das Studium sinnvoll ergänzen. Natürlich sind auch weitere Module aus der Informatik oder Wirtschaftsinformatik wählbar. Sprachkurse lassen sich im Masterstudium in der Regel nicht im freien Wahlbereich anrechnen. Man kann es selbstverständlich versuchen und einen Antrag stellen. Allerdings sind die Chancen für eine Anrechnung sehr niedrig.

Masterarbeit

Die Masterarbeit, die in Kooperation mit den Förderunternehmen durchgeführt werden kann, umfasst 30 LP und ist im vierten Semester vorgesehen. Für die Ausarbeitung stehen sechs Monate zur Verfügung. Verpflichtender Bestandteil der Masterarbeit ist zudem ein Kolloquium bestehend aus einem Vortrag und einer wissenschaftlichen Diskussion zu den Inhalten der Arbeit.

Auslandssemester

In diesem Studiengang hast du ebenfalls die Möglichkeit, für ein Semester ins Ausland zu gehen. Der Fachbereich Informatik der Universität Hamburg hat ein Netz von Partneruniversitäten, die ITMC-Studenten aufnehmen.

Master Wirtschaftsinformatik

Die Wirtschaftsinformatik ist eine Schnittstellendisziplin: Sie basiert auf den Erkenntnissen und Methoden von Informatik und Betriebswirtschaftslehre. Problemstellungen der Betriebswirtschaftslehre sollen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen unterstützt werden.

Im Mittelpunkt der Wirtschaftsinformatik steht daher die Unterstützung der Erfüllung betrieblicher Aufgaben mittels Systemen. Dabei werden Modelle, Methoden und Werkzeuge entwickelt und untersucht. Die Universität Hamburg bietet die Möglichkeit an die Fachgebiete Informatik und Betriebswirtschaftslehre gleichwertig zu studieren. Dies ermöglicht Kompetenzen in beiden Disziplinen zu sammeln und somit sowohl Probleme aufdecken als auch lösen zu können.

Der Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik ist ein konsekutiver Studiengang, der wie auch der gleichnamige Bachelorstudiengang vom Fachbereich Informatik in enger Zusammenarbeit mit der Fakultät für Betriebswirtschaft angeboten wird. Daher wirst du Module aus beiden Fakultäten belegen, falls du dich für diesen Studiengang entscheidest. Du kannst zwischen zwei Spezialisierungen wählen, in denen du 18 LP aus vorgegebenen Modulen machen musst. Außerdem gibt es noch einen Wahlpflichtbereich, der für beide Spezialisierungen identisch ist.

Der Masterstudiengang umfasst vier Semester, wobei im letzten Semester keine Lehrveranstaltungen mehr stattfinden, sondern nur noch die Masterarbeit geschrieben wird.

Alle nötigen Informationen findest du auch auf der Website des Fachbereichs Informatik unter http://www.inf.uni-hamburg.de/de/studies/master/wiinf/.

Bewerbung

Da der Studiengang jeweils nur zum Wintersemester startet, ist der Bewerbungszeitraum im Sommer vom 1. Juni bis 15. Juli. Deine Bewerbung besteht hier aus zwei Teilen: Es wird zunächst eine elektronische Online-Bewerbung ausgeführt, wie du es vielleicht schon von deiner Bachelor-Bewerbung kennst. Außerdem werden direkt im Anschluss daran noch weitere schriftliche Unterlagen benötigt, die auch bis spätestens 15. Juli der Auswahlkommission vorliegen müssen. Hierzu gehören unter anderem ein Motivationsschreiben in englischer Sprache, dein tabellarischer Lebenslauf, dein Bachelorzeugnis oder eine Bestätigung aus dem Studienbüro, dass du im Begriff bist, alle Module bis zum Ende des Semesters abzuschließen. Genauere Informationen zur Bewerbung findest du unter https://www.inf.uni-hamburg.de/studies/master/wiinf/msc-wiinf-application.html.

Du kannst dich für diesen Masterstudiengang bewerben, wenn du bereits einen Bachelor-Abschluss hast oder im Begriff bist, deine letzten Module eines Bachelorstudiengangs noch im Sommersemester abzuschließen. Eine Zulassung unter Vorbehalt ist ebenfalls möglich. Nähere Informationen findest du unter der zuvor genannten Website. In deinem Bachelor musst du mindestens 30 Leistungspunkte aus dem Bereich Informatik und weitere 30 Leistungspunkte aus dem Bereich Betriebswirtschaftslehre absolviert haben. Hast du deinen Bachelor nicht an der Universität Hamburg gemacht, muss die Vergleichbarkeit dieser 60 Leistungspunkte speziell geprüft werden und du musst die Modulbeschreibungen deiner absolvierten Kurse deiner Bewerbung beilegen.

Aufbau und Verlauf des Studiengangs

Der Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik besteht aus einem allgemeinen Pflichtbereich (30 LP), einer Spezialisierung (18 LP), einem Wahlpflichtbereich (36 LP), einem freien Wahlbereich (6 LP) und der Masterarbeit (30 LP). Alle diese Bereiche sind modularisiert aufgebaut, das heißt, es gibt in jedem Bereich einzelne Module, die über ein oder zwei Semester belegt werden und am Ende mit einer erfolgreichen Prüfung abgeschlossen werden müssen.

Pflichtmodule

Die Pflichtmodule müssen von allen Studenten des Masterstudiengangs Wirtschaftsinformatik belegt werden, unabhängig davon welche Spezialisierung sie wählen. Folgende Module musst du im Pflichtbereich belegen:

Spezialisierungen und Wahlpflichtmodule

Zu Beginn deines Studiums wählst du deine Spezialisierung. Du musst in der Spezialisierung mindestens 18 LP belegen (drei Module á 6 LP oder zwei Module á 9 LP). Der Wahlpflichtbereich umfasst mindestens 36 LP. Module, die du schon in der Spezialisierung gewählt hast, darfst du nicht mehr im Wahlpflichtbereich belegen und umgekehrt, allerdings darf man die Module der anderen Spezialisierung und noch nicht belegte Module der gewählten Spezialisierung in den Wahlbereich legen. Bitte beachte, dass nicht alle hier gelisteten Module gleichermaßen im Sommer- und Wintersemester angeboten werden und sich diese Liste immer noch ändern kann.

Folgende Module kannst du in den unterschiedlichen Spezialisierungen wählen:

Spezialisierungen
Wahlpflichtbereich

Im Wahlpflichtbereich sind neben allen Modulen aus beiden Spezialisierungen noch folgende Module, die sowohl vom Fachbereich Informatik als auch von der Fakultät Betriebswirtschaft angeboten werden.

Freier Wahlbereich

Im freien Wahlbereich, der 6 LP umfasst, kannst du sowohl Module des Masterstudiengangs Wirtschaftsinformatik auswählen, als auch aus anderen Studiengängen.

Master Intelligent Adaptive Systems

Intelligent Adaptive Systems ist ein internationaler Studiengang und alle Module werden englischsprachig angeboten. Falls du einen Bachelorstudiengang in der Informatik abgeschlossen hast, kannst du dich, wenn du zusätzlich einen Nachweis deiner Englischkenntnisse vorlegen kannst (siehe Link), für diesen Masterstudiengang bewerben.

http://www.master-intelligent-adaptive-systems.com/apply-master-intelligent-adaptive-systems/

Modulpläne

Im folgenden findest du alle Modulpläne, die sogenannten Tetrisse (woher der Name kommt, kannst du dir sicherlich denken).

Dabei handelt es sich um eine graphische Auflistung der Pflichtmodule und Wahl-/Wahlpflichtbereiche. Die Anordnung ist jedoch nicht vorgeschrieben, sondern lediglich ein Vorschlag, an dem du dich für dein Studium orientieren kannst. Besonders für Teilzeitstudierende, Wiederholende und individuell studierende weicht dies in den späteren Semestern stark vom tatsächlichen Studienplan ab.

Master Informatik
Master Informatik
Master Bioinformatik
Master Bioinformatik
Master IT-Management und -Consulting
Master IT-Management und -Consulting
Master Wirtschaftsinformatik
Master Wirtschaftsinformatik
M.Sc. Intelligent Adaptive Systems
M.Sc. Intelligent Adaptive Systems

Tipps und Tricks

Lernen lernen

Alle Studierenden haben während ihres Studiums eine Flut an Informationen zu verarbeiten. Diese begegnen ihnen in ihren Vorlesungen, Übungsgruppen, Seminaren und vielen anderen Veranstaltungen. Ziel des Studiums ist es, den Großteil dieser Informationen zu verarbeiten, im Kopf zu behalten und sie im richtigen Kontext anwenden zu können, oder kurz gesagt – das Lernen.

Lernen und Arbeiten funktioniert nicht bei allen und nicht in jeder Situation gleich. Was bei dem*der einen funktioniert, sorgt bei dem*der anderen für Verwirrung. Dieser Abschnitt soll dir Arbeitsmethoden und Anregungen geben, mit denen du effizienter und effektiver arbeiten und lernen kannst. Es gibt eine Vielzahl von Arbeitstechniken und Umgangsarten mit Lernstoff und keine ist inhärent richtig. Was dir zusagt, musst du selbst herausfinden. Doch nur Mut zum Ausprobieren! Das Studium ist lang, und du wirst jede Menge Gelegenheiten haben, an deinen eigenen Lernmethoden zu arbeiten. Je früher du jedoch deinen eigenen Arbeitsfluss gefunden hast, desto leichter fällt der lange Rest. Nutze also die Anfangszeit deines Studiums nicht nur für das Lernen sondern auch für das Lernen-Lernen.

Vorlesung & Übung

Welche Arten von Modulen und Veranstaltungen auf dich zukommen, hast du in den Anfangskapiteln bereits erfahren. Für die meisten werden jedoch Vorlesungen und begleitende Übungen die primären Lerneinheiten zu Beginn des Studiums sein. Hier werden diese im Lern- und Arbeitskontext erneut erläutert. Du findest Vorschläge zum Umgang mit Vorlesungs- und Übungsstoff von Menschen, die diese bereits zahlreich abgeschlossen haben. Idealerweise lässt du diese weder links liegen, noch befolgst sie blind, sondern findest mit ihrer Hilfe und viel Ausprobieren deinen eigenen Arbeitsfluss.